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Patric Seibert-Wolf

Dr. Patric Seibert-Wolf

Musikdramaturg

Patric Seibert-Wolf studierte nach einem abgebrochenen Medizinstudium Opernregie in Novosibirsk und Berlin. Nach Hospitanzen bei Heiner Müller und Ruth Berghaus arbeitete er zunächst als Regieassistent und Spielleiter am Berliner Ensemble, am Oldenburgischen Staatstheater, am Landestheater Coburg, der Kölner Oper, der Deutschen Oper Berlin, am Marijniski Theater (Kirov) in St. Petersburg, am Theater Bremen und der Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz. Die Zusammenarbeit mit Regisseuren wie Michael Hampe, Vera Nemirova, Philipp Himmelmann, Günther Krämer, Andrej Konchalovsky, Olivia Fuchs, Daniel Slater, Peter Mussbach, Gottfried Pilz und Frank Castorf führten ihn ans Teatro Municipal in Santiago de Chile, ans Megaron Mousikis in Athen, ans Teatro Colon in Buenos Aires, an die Berliner Staatsoper, an die Nationaloper Bukarest, zum Rossini-Festival in Pesaro, ans Bolschoi Theater in Moskau, ans Residenztheater München, ans Hamburger Schauspielhaus sowie zu den Bregenzer, Salzburger und Bayreuther Festspielen. Patric Seibert-Wolf führt auch selbst Regie und ist als Schau- und Puppenspieler tätig. Seine Regiearbeiten waren und sind an der Kölner Oper, am Teatro Municipal in Cali (Kolumbien), am Landestheater Coburg, am Landestheater Eisenach, am Theater Bremen, am Staatstheater Karlsruhe und am Meininger Staatstheater zu sehen. In Meiningen arbeitete er über drei Spielzeiten als Chefdramaturg für alle Sparten sowie als Regisseur und Schauspieler, bevor er als Geschäftsführender Dramaturg und stellvertretender Operndirektor ans Staatstheater Karlsruhe ging. Einer seiner Täigkeitsschwerpunkte in Karlsruhe war das Thema Oper und Medienkunst und Digitalität. In enger Zusammenarbeit mit dem ZKM (Zentrum für Kunst und Medien Karlsruhe) organisierte er im Jahr 2020 zu diesem Thema ein internationales Symposium, das überregionale Aufmerksamkeit erregte.

Die Berliner Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz mit ihrem langjährigen Intendanten Frank Castorf und das Moskauer Puschkin Theater unter Juri Jerjomin waren für das Theaterverständnis von Patric Seibert-Wolf prägend und bilden sein künstlerisches zu Hause. Zusammen mit Castorf realisierte er 2013 – 2018 die Ring-Inszenierung bei den Bayreuther Festspielen, in der neben seiner Tätigkeit als Dramaturg und persönlicher Mitarbeiter von Castorf auch als Spieler auf der Bühne zu sehen war. Weitere gemeinsame Projekte wurden u. a. auch am Residenztheater in München und am Hamburger Schauspielhaus realisiert, weitere sind u. a. an der Hamburgischen Staatsoper in Vorbereitung. Mit dem russischen Regisseur und Choreografen Maxim Didenko verbindet ihn eine enge Freundschaft, gemeinsam mit ihm wird er in der Spielzeit 21.22 Jewgeni Samjatins Roman „WIR“ an den Kammerspielen des Deutschen Theaters Berlin auf die Bühne bringen. Ab der Spielzeit 21.22 ist Patric Seibert-Wolf Hausregisseur an der Oper Halle. Als Puppenspieler steht er am Wiener Schubert Theater auf der Bühne. Patric Seibert-Wolf schreibt u. a. regelmäßig für das Magazin konkret.

Seit der Spielzeit 20.21 ist Dr. Patric Seibert-Wolf als Dramaturg für Musiktheater, Ballett und Konzert am Staatstheater Cottbus fest engagiert.

Stand: Januar 2021

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