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1 Milliarde für euch!

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Alte Dame Geldstapel

Eine Milliarde für eine Stadt – was für ein Angebot! Claire Zachanassian schenkt in Dürrenmatts Tragikomödie DER BESUCH DER ALTEN DAME  500 Millionen der Stadtkasse ihres Geburtsortes und 500 Millionen allen Familien. Die Bürger des klammen Güllen können das Geld gut gebrauchen. Wäre da nur nicht die Bedingung, an die es geknüpft ist: Vor über dreißig Jahren wurde Claire, damals noch Kläri Wäscher, von ihrer Jugendliebe Alfred mit einem Kind im Bauch sitzen gelassen. Durch einen unfairen Gerichtsprozess geächtet, musste sie die Stadt verlassen. Nun soll Alfred büßen. Im Namen der Gerechtigkeit sollen die Bürger Güllens Alfred töten …

Was ist gerecht? Nicht in jedem Fall das, was Recht ist. Doch kann Unrecht entschuldigt werden, nur weil dadurch dem Einen oder Anderen endlich Gerechtigkeit widerfährt? Das Verhältnis von Recht und Moral ist kompliziert. Mischt sich, wie bei Dürrenmatt, auch noch das Geld hinein, ist die Verwirrung vorhersehbar. Rücksichtslos eingesetzt, erodiert Geld die Grundlagen unseres Zusammenlebens. Das Recht wird käuflich und Gerechtigkeit eine Schimäre.

DER BESUCH DER ALTEN DAME, uraufgeführt 1956, ist längst ein Klassiker. Wie aktuell der im 21. Jahrhundert ist, können Sie ab 23. März in einer Inszenierung von Ronny Jakubaschk im Großen Haus erleben. Karten für die Premiere erhalten Sie im Webshop und im Besucherservice.

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