U
L

News

Hörspaziergang

Hörspaziergang Episode 1 – „… immer dem Wasser nach“

Wasser und Wanderschaft sind zwei große Motive im romantischen Kunstlied. Ob bei Schubert, Schumann, Brahms oder Zemlinsky: überall ziehen die Sänger und Sängerinnen wandernd durch die Welt, bald froh, bald traurig, mal auf dem Weg zur Geliebten, ein andermal mit gebrochenem Herzen. An rieselnden Quellen ruhen sie aus, geschwätzige Bäche führen sie in die Irre. In Sturm und Regen, zu Wasser und zu Land ist ihr Weg genauso unbeständig wie das feuchte Element selbst. Denn das Wasser wandert mit. Es verändert sich, gefriert und taut, lässt sich nicht halten, zerfließt zwischen den Fingern.

Das wandernde Wasser, die Wanderschaft der Sänger: beide sind sie Metaphern für die menschliche Existenz, für das Auf und Ab, den Strom des Lebens, den man nur vorwärts schwimmt – nie zurück. Immer voran ziehen die romantischen Wanderer durch die Lande, durch Wald und Feld oder freundliche Städte. Die Orte und Menschen, die ihnen begegnen, werden ihnen zu Musik. Im Lied hebt die Welt an zu singen. Das Zauberreich der Natur, die Steine und Bäume, der Himmel, die Sterne sprechen zu ihnen von einem anderen, einem geheimen Leben im leisen Murmeln des Wassers …

„Immer dem Wasser nach“ wandern auch wir durch Cottbus. Vom Großen Haus des Staatstheaters geht es durch die Altstadt bis zum Stadion der Freundschaft. Romantische Kunstlieder verbinden sich auf dieser Reise an ausgesuchten Stationen mit dem Stadtraum. Ort und Klang kommentieren einander, fügen sich zu kleinen, imaginären Szenen und Zwiegesprächen. Da erwachen steinerne Instrumente zum Leben, singen verliebte Statuen und traben stolze Rösser zum Schloss. Den richtigen Weg von Ort zu Ort verrät die Moderation. Zur Not hilft außerdem die Karte auf der Vorderseite dieses Programms.

Material

Audio-Datei: hier
Karte: hier

Besetzung

Sopran  Georgina Melville
Bariton  Dániel Foki
Klavier  Chris Cartner
Mandoline  Betina Müller

Musikalische Leitung  Johannes Zurl
Konzept & Moderation  Katharina Duda
Ton  Kenneth Böhmchen

weiterlesen
nach oben