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JUGENDCLUB-PREMIERE

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Leonce und Lena

14 junge Leute spielen Georg Büchners Lustspiel LEONCE UND LENA.

 

Unter der Leitung von Theaterpädagogin Nadine Tiedge haben sie seit September 2018 an dieser neuen Produktion gearbeitet. Jetzt stecken sie in den Endproben; am 23. Mai ist Premiere in der Kammerbühne. In einem Interview für den facobook-Kanal des Staatstheaters berichtete Nadine Tiedge von der gemeinsamen Arbeit:

„Zu Beginn der Arbeiten sollten die Jugendlichen für ihre Inszenierung eine Grundsituation finden, ohne zu wissen, welches Stück letztendlich darin gezeigt wird. So entstand die Idee einer „Komm-und Geh-WG“ mit unterschiedlichsten Mitbewohnern.

Danach habe ich eine Liste mit 10 Theaterstücken erstellt, wobei die Stücktitel den Jugendlichen nicht verraten wurden. Grundidee war es, dass immer wieder Situationen, Orte, Figurenkonstellationen, Problemstellungen oder Themen der geheimen Stücke als Material der Probe für weitere Inspirationen dienen mussten. Sie wurden dabei mit den Interessen der Jugendlichen abgeglichen. Gefragt wurde nach: ‚Womit möchte ich mich beschäftigen? Welche Stoffe und Stories haben mit meine aktuellen Lebensfragen zu tun?‘ – Durch dieses Vorgehen wurden die Stücke diskutiert, verteidigt und gefiltert, bis letztendlich LEONCE UND LENA übriggeblieb.

In Büchners Stücke interessierten die Jugendlichen besonders Themen wie Zwangsehe, düstere Gedanken, die Frage nach dem Sinn des Lebens. Eine These, an die ich mich noch wörtlich erinnere, lautete: Wenn alles schon vorhanden ist, was ist dann meine Aufgabe? Oder, als Alternative dazu: Der Mensch tut nur so viel, wie für das Erreichen seiner Bedürfnisse benötigt, sonst ist er faul. Oder, als weitere Alternative: Kann ich im Augenblick leben und genießen oder muss ich vorsorgen und an die Zukunft denken? Die Fabel von der Grille und der Ameise spielte dabei plötzlich eine große Rolle. Die Grille zirpt und singt den Sommer lang, die Ameise trägt Futter zusammen …

 

 

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