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Orwells „1984″ im Großen Haus

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Orwell beendete seinen Roman 1948. Ein „Zahlendreher“ verhalf ihm zum Titel und später, im Jahr 1984, dem an und für sich schon sehr erfolgreichen Roman zu einer unglaublichen Renaissance. Der Hype wiederholte sich 2013, als durch Edward Snowden der NSA-Skandal ins Rollen kam. Orwells Roman wurde zum meistverkauften Buch bei Amazon. 2017 belegte er erneut Platz 1 der Amazon-Bücherliste: Trumps Beraterin Kellyanne Conway hatte den Begriff der „alternativen Fakten“ erfunden.

Am 19. Januar 2019 wird Orwells Roman in einer Bearbeitung des britischen Film- und Theaterregisseurs Alan Lyddiard im Großen Haus Premiere haben. Regie führt Andreas Nathusius (zuletzt HEXENJAGD von Arthur Miller). Der Romanhandlung um Winston Smith, der im „Ministerium für Wahrheit“ die Geschichte an die Partei- und Staatsdoktrin anpasst, fügen Nathusius und sein Team zwei weitere Erzählebenen hinzu: Präsentationen neuer Technologien, wie man sie sowohl aus den Verkaufsshows großer Internetkonzerne wie aus dem Roman „The Circle“ kennt, sowie Erlebnisse und Erfahrungen der Mitglieder des neugegründeten Bürger-Sprechchors im Umgang mit digitalen Medien.

Vor der Premiere gibt es bei einer Offenen Probe am 12.1., 10 Uhr im Großen Haus und beim Theaterbrunch im Kunstmuseum am 13.1., 10.30 Uhr im Dieselkraftwerk die Möglichkeit, sich mit dem Proben- und Arbeitsprozess des Ensembles um Lisa Schützenberger, Rolf-Jürgen Gebert, Gunnar Golkowski, Amadeus Gollner und Boris Schwiebert näher vertraut zu machen. Eine Premierenklasse begleitet die Inszenierung von Anfang an.

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