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Presseinformation zur Corona-Pandemie 17.4.2020

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Staatstheater Cottbus sucht nach neuen Formaten

Das Staatstheater Cottbus informiert über die aufgrund der Corona-Pandemie weitere Verlängerung der Aussetzung des Spielbetriebs in allen Spielstätten bis vorerst Sonntag, 17. Mai 2020. Bis dahin finden keine Vorstellungen in den Spielstätten des Hauses statt. Es wird versucht, den Probenbetrieb unter Einhaltung der erforderlichen Sicherheitsmaßnahmen eingeschränkt fortzuführen.

Die geplanten Premieren der Verdi-Oper „Otello“ und des dreiteiligen Ballettabends „Straw!nsky“ werden in die Intendanz von Stephan Märki verschoben, der seine Tätigkeit in Nachfolge von Dr. Serge Mund am 1. August 2020 beginnt, ohne dass derzeit bereits genaue Termine benannt werden können. Das Projekt „Beethoven Schwarz Weiß“, das 7. und 8. Philharmonische Konzert, die Premiere der Oper von Philip Glass „Satyagraha“ als Mehrspartenprojekt sowie der Tag der Offenen Tür und die Walzernacht finden nicht mehr statt.

„Bis zum Ende der Spielzeit“, so Intendant Dr. René Serge Mund, „können wir nur vage Vermutungen anstellen. Unser Ziel ist es, wenigstens eine Premiere mit verändertem Termin zu halten.“ Dabei handelt es sich um die Schauspiel-Uraufführung „Der Wald“, die Dramaturgin Wiebke Rüter zusammen mit Regisseur Gordon Kämmerer entwickelt. Eine verbindliche Aussage kann jedoch erst erfolgen, wenn der Spielbetrieb wiederaufgenommen werden darf. Solange üben und probieren die Künstler in den Theaterproberäumen maximal zu dritt oder zu Hause, werden Bühnen- und Kostümbilder gebaut bzw. angefertigt und wird der Kontakt mit den Zuschauern über die digitalen Kanäle aufrechterhalten. Die Kostümwerkstatt produziert im Akkord Gesichtsmasken. Alle technischen Bereiche bringen die Bühnen in Ordnung und verbessern die Arbeitsbedingungen. Die Verwaltung arbeitet teils im Theater, teils von zu Hause aus.

„Wir suchen“, so Dr. Serge Mund, „in der künstlerischen Leitung nach Wegen, trotz der widrigen Umstände lebendiges Theater zu machen und kreative Ideen dafür zu entwickeln, auch wenn der Spielbetrieb bis zum Sommer nur mit möglicherweise begrenzter Zuschauerzahl und unter Beachtung von Sicherheitsauflagen fortgeführt werden kann. Wir wollen diese Spielzeit nicht kampflos ad acta legen. Oberstes Gebot bleibt jedoch die Gesundheit und die Fürsorgepflicht gegenüber Publikum und Theaterbelegschaft.“

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