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Presse

ANTIFAUST

Eine Theater-Installation von Jo Fabian als Faust-Kommentar
Uraufführung

Goethes „Faust“ ist ein mächtiger Ausgangspunkt für eine theatrale Installation der besonderen Art: Drei Monate nachdem Jo Fabian und sein Ensemble ihre Arbeit am „Faust“ abgeschlossen haben, folgt nun eine weitere Auseinandersetzung mit dem berühmten Stoff in Form einer künstlerischen Reflexion über die Möglichkeiten menschlichen Zusammenlebens.

Die Cottbuser „Faust“-Inszenierung zeigt einen Faust, dessen Bild sich während der 30 Jahre, in denen Goethe sich mit dieser Figur beschäftigte, gewaltig geändert hat. Identifizierte er sich als jugendlicher Autor stark mit Faust, so wandelte sich dies in den folgenden Jahrzehnten seiner Auseinandersetzung. Am Ende wurde Faust zu einem Muster des modernen Menschen im angehenden Industriezeitalter und des sich entwickelnden Kapitalismus: Ein intellektueller Einzelgänger, begabt, rücksichtslos, ruhelos und unsolidarisch, nur auf den eigenen Vorteil bedacht.

Unter Mitwirkung von Musikern und Videokünstlern wird im „Antifaust“ untersucht, welche vergessenen Möglichkeiten die Kulturgeschichte für eine gründliche Neuorientierung birgt, nachdem Faust nicht weiter taugt als „Lichtgestalt“ eines zukünftigen Gesellschaftsentwurfs.

Mit Michael von Bennigsen Thomas Harms, Matthias Horn, Jan Kauenhowen, Maxine Kazis, David Kramer, Boris Schwiebert, Lisa Schützenberger, Axel Strothmann, Lucie Thiede, Susann Thiede, Annegret Thiemann, Jörg Trost; Lara Feith und Emma Seeber (Video)

Livemusiker: Chris Hinze, Lars Neugebauer
Livekamera: David Kasperowski
Livevideoschnitt: Ron Petraß

PREMIERE Samstag, 29. Februar 2020, 19.30 Uhr, Großes Haus

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