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ANTIGONE NEUROPA

Performance zum deutsch-deutschen Nationalfeiertag
von Filip Markiewicz und Ruth Heynen
Uraufführung

Eine Kooperation des Lausitz Festival mit dem Staatstheater Cottbus

Konzept, Regie, Video, Bühne, Zeichnungen FILIP MARKIEWICZ
Konzept, Textfassung, künstlerische Projektleitung DR. RUTH HEYNEN
Kostüme MARIE-LUCE THEIS, NOEMI BAUMBLATT
Musik/Komposition RAFTSIDE / FILIP MARKIEWICZ
Choreografie CLAUDE BARDOUIL

In einem Crossover zwischen Gegenwart und Klassik kreieren der polnisch-luxemburgische Performance-Künstler Filip Markiewicz und die Schauspieldirektorin des Staatstheaters Cottbus, Ruth Heynen, am Tag der Deutschen Einheit ein Event, das die deutsch-deutsche Beziehung als eine Begegnung mit Europa feiert.

Das Event mit transkultureller Seele durchquert eine Vielfalt künstlicher Felder: Im dichten Austausch zwischen Bild und Sound, Theater, Tanz und Konzert, zwischen analog und virtuell entsteht ein multimediales, offenes Ganzes, das Markiewicz und Heynen mit dem Schauspielensemble des Staatstheaters Cottbus und internationalen Gästen entwickeln.

Die Performance denkt über Deutschland nach und richtet ihren Blick auf unser europäisches Erbe. Dabei greift sie den Antigone-Mythos auf, eines der Gründungsnarrative des Abendlandes. Denn wo ANTIGONE spricht, verhandelt sie den Raum zwischen Individuum und Staat, zwischen Tradition und Neuerung. Zu Wort kommen Klassiker wie Sophokles, aber auch Autoren wie Seamus Heaney, Judith Butler, Hannah Arendt, Luce Irigaray, Slavoj Žižek und Filip Markiewicz selbst. Sein in ANTIGONE NEUROPA zelebriertes Manifest zur „Depolitisierung des Körpers“ ist von John Lennons Song „Imagine“ und einer Utopie inspiriert: Was, wenn der Einzelne nicht über nationale Zugehörigkeit definiert würde?

Die beiden Aufführungen am 3. und 4. Oktober 2020 im Hangar 5 (Flugplatz Cottbus) finden im Rahmen des Spezials zur Deutschen Einheit des Staatstheaters Cottbus statt.

Filip Markiewicz, der 2015 auf der Biennale Venedig den Luxemburger Pavillon gestaltete, komponiert unter dem Namen RAFTSIDE für Film und Theater. 2017 inszenierte er im Theater Basel für das offizielle Art Basel Programm seine Performance „Fake Fiction“ mit Tagebuchtexten von Oskar Schlemmer. Der bildende Künstler arbeitet mit Video, Installationen und Musik.

Die Kuratorin, Dramaturgin, Dozentin und frühere Schauspielerin Ruth Heynen ist seit dieser Spielzeit Schauspieldirektorin am Staatstheater Cottbus. Zuletzt war sie Chefdramaturgin des Théâtre National du Luxembourg, nachdem sie acht Jahre lang künstlerisch und geschäftsführend die Union des Théâtres de l´Europe geleitet hatte – eine Assoziation mit mehr als vierzig Mitgliedern aus sechzehn Ländern, darunter achtzehn Stadt- und Nationaltheater.

 N.U. Unruh (Einstürzende Neubauten; Percussion) und Lars Neugebauer (drum klub, Schlagzeug) machen live Musik, der französische Schauspieler und Tänzer Claude Bardouil choreografiert die Performance. Bardouils choreografische Arbeit war zuletzt im August 2020 bei den Salzburger Festspielen mit „Elektra“ zu sehen. Neben eigenen Inszenierungen choreografiert er seit 2010 Stücke für Krzysztof Warlikowski, einem der wichtigsten polnischen Theaterregisseure. Für ANTIGONE NEUROPA tanzt er mit der in Montpellier lebenden, italienischen Tänzerin Rita Cioffi und dem in London beheimateten nigerianischen Tänzer Jeremiah Olusola. Cioffi gründete 1996 die „Compagnie Aurelia“, mit der sie Projekte entwickelt, in denen sie Techniken und Ästhetiken aus Theater, Musik und Videokunst kombiniert. Olusola tanzt zwischen Krump, Freestyle und Hiphop.

Im Rahmen von Filip Markiewicz’ Projekt „Ultrasocial Pop“, unterstützt von der Bourse Bert-Theis

Termine und Spielort:
Nur am Samstag, 3. Oktober und Sonntag, 4. Oktober 2020, jeweils 20 Uhr, Hangar 5, Flugplatz Cottbus (Burger Chaussee 1)

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