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DIE LUSTIGE WITWE

Operette in drei Akten von Franz Lehár
Libretto Victor Léon und Leo Stein nach Henri Meilhacs Lustspiel „L’attaché d’ambassade“

Franz Lehárs „Lustige Witwe“ wurde 1905 in Wien uraufgeführt und gilt mit hunderttausenden von Vorstellungen als das meistgespielte Werk ihres Genres. Viele musikalische Nummern wurden zu regelrechten Gassenhauern: „Da geh ich ins Maxim“, das „Viljalied“ und „Lippen schweigen“ sind da nur eine kleine Auswahl.

Regisseur Felix Seiler ist im Bereich Musical und Operette einer der gefragtesten Theatermacher seiner Generation. In seiner Arbeit vertraut er auf die Stücke, die er inszeniert – und es gelingt ihm stets, die manchmal angestaubten Klassiker der musikalischen Unterhaltung ohne große Veränderungen und Aktualisierungen zu frischen und gültigen Theaterabenden zu gestalten, die das Publikum über Altersgrenzen hinweg faszinieren – und einfach Spaß machen.

Sein Team besteht aus der jungen Kostümbildnerin Linda Schnabel, dem österreichischen Bühnenbildner Nikolaus Webern, der für seine Bühnenbilder, Ausstattungen und Räume schon vielfach ausgezeichnet wurde und der australischen Choreografin Andrea Danae Kingston, die international erfolgreich als Performerin arbeitet, seit einiger Zeit aber auch eigene Choreografien entwickelt und als Dozentin an der Opera Academy und der UdK in Berlin tätig ist.

In der Titelpartie sind mit Sophie Klußmann und Tanja Kuhn zwei hochkarätige Sopranistinnen besetzt. Während Tanja Kuhn dem Cottbuser Publikum schon als Senta aus Richard Wagners „Fliegendem Holländer“ bekannt ist, wird Sophie Klußmann bei der Premiere in ihrem Rollendebüt erstmals im Staatstheater Cottbus zu erleben sein. Die gebürtige Freiburgerin hat sich als Konzert- und Opernsängerin bereits auf internationalen Bühnen einen Namen gemacht und mit Dirigenten wie Ingo Metzmacher und Marek Janowski gearbeitet.

Im Ensemble des Staatstheater Cottbus gibt es in der „Lustigen Witwe“ einige neue Stimmen kennenzulernen: Da ist zum einen der junge ungarische Bariton Dániel Foki, der bis zur Spielzeit 2019.20 dem Opernstudio der Komischen Oper in Berlin angehörte – genau wie die Britin Georgina Melville, die zuvor schon an der Bayerischen Staatsoper und der Dresdner Semperoper debütierte. Dániel Foki verkörpert die Rolle des Grafen Danilo, während Georgina Melville zur Premiere als Valencienne zu sehen und zu hören ist. Sie singt diese Partie alternierend mit Rahel Brede.

Die musikalische Leitung des Abends liegt in den Händen des 1. Kapellmeisters Johannes Zurl, der mit dem Philharmonischen Orchester in einer coronagerechten Kammerfassung musiziert. Aufgrund der derzeit geltenden Vorschriften ist die Inszenierung mit genügend großen Abständen realisiert worden und auch der Chor wirkt in solistischer Formation mit – dies tut der Lebendigkeit und der Spielfreude aller Beteiligten jedoch keinen Abbruch.

In der Geschichte um das Liebespaar Hanna Glawari und Danilo Danilowitsch, das sich trotz vorhandener Sympathie mit dem Zusammenkommen schwertut, geht es turbulent zu: Die Bananenrepublik Pontevedro hat nämlich nur eine Chance den Staatsbankrott abzuwenden: die reiche Witwe Hanna muss pontevedrinische Steuerzahlerin bleiben – und darf sich auf gar keinen Fall in Paris mit einem Franzosen verheiraten. In der Botschaft von Pontevedro steht aus diesem Grunde alles Kopf: Alle Männer wollen sich unbedingt für das Vaterland opfern und die schöne Witwe zur Frau nehmen. Graf Danilo, der aus Standesgründen eine frühere Liebesbeziehung mit Hanna abbrechen musste, ist in einem Zwiespalt: er liebt sie noch immer, möchte jedoch nicht in den Verdacht der Erbschleicherei geraten. So nehmen die Verwicklungen ihren Lauf, die natürlich nur durch die Klugheit und den Witz der beteiligten Damen aufgelöst werden können.

 

Bitte beachten Sie bei Verwendung der Pressefotos die alternierenden Besetzungen. In der rechten Spalte finden Sie eine pdf-Datei mit allen Bildunterschriften.

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