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Don Giovanni

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Oper von Wolfgang Amadeus Mozart

Mozarts Oper „Don Giovanni“, die bei der Prager Uraufführung am 29. Oktober 1787 Triumphe feierte, zählt heute zu den wichtigsten Werken des Repertoires. In Mozarts opulentem Theaterspiel wird geliebt, verheimlicht, verkleidet, verwechselt, maskiert und demaskiert – wie in einer Art Buffo-Oper, in der die Tragik hinter den Masken hindurchscheint. Sie spielt durch, wieviel Lebensintensität eine gesellschaftliche Ordnung zulässt, zulassen kann oder zulassen sollte und offenbart, wie sehr dieses lebenspralle Prinzip Giovannis tatsächlich fasziniert und gleichzeitig zerstörerisch wirkt.

Unter der musikalischen Leitung von Alexander Merzyn und in der Regie von Martin Schüler ist Christian Henneberg in der Cottbuser Inszenierung in der Titelpartie zu erleben. Die Bühne entwarf Gundula Martin, die Kostüme Susanne Suhr. Die Choreinstudierung lag in den Händen von Christian Möbius. Die Aufführung ist in italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln zu erleben.

Don Juans unstillbarer Lebenshunger, seine sexuelle Hyperaktivität und strotzende Vitalität sind legendär. Ebenso, dass er mit vielen Frauen kompromisslos und in völliger Hingabe den Augenblick genießt. In Mozarts Oper behauptet der Diener Leporello, dass sein Herr es Länder- und Altersübergreifend mit fast 2000 Frauen getrieben habe und dass jede Einzelne von ihm und seiner Persönlichkeit fasziniert sei. Giovannis rückhaltloser Lebensanspruch gerät jedoch zunehmend in Konflikt mit den gesellschaftlichen Spielregeln, Geboten und Tabus. Als ihn der altehrwürdige Komtur im Schlafzimmer seiner Tochter Anna überrascht, tötet ihn Don Giovanni im Duell. Plötzlich beginnen die Abenteuer des spanischen Verführungskünstlers fehlzuschlagen: Die junge Braut Zerlina lässt sich zwar freiwillig ihrem Bräutigam vor der Nase wegschnappen, aber ihn dennoch nicht wirklich zum Zuge kommen. Als zudem noch seine verlassene Ehefrau Elvira auftaucht und alte Rechte einklagt, sieht sich Giovanni mit den gebündelten Konsequenzen seines Handelns konfrontiert. Lässt er sich bekehren oder beharrt er auf seinem Lebensanspruch?

 

PREMIERE am Samstag, 24. Februar 2018, 19.30 Uhr, Großes Haus

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