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Leonce und Lena

nach Georg Büchner | Eine Produktion des Theaterjugendclubs

Der neuen Jugendclub-Produktion sollte ein dramatischer Text zugrunde liegen. Zehn Stücke standen zur Auswahl, deren Titel die Clubmitglieder nicht kannten. Während der seit September 2018 laufenden Proben erfuhren sie mehr über die in Frage kommenden Texte: zentrale Themen wurden besprochen, ein erster oder letzter Satz zitiert, Orte beschrieben, Dialoge gelesen, Figurenkonstellationen diskutiert und Gegenstände, die in den Texten eine Rolle spielen, in den Proben als Requisiten genutzt. Die jungen Leute im Alter von 15 bis 22 Jahren suchten in allem nach Bezügen zu ihren Lebensfragen und sortierten dabei nach und nach jene Texte aus, die ihnen nicht aktuell und brisant genug schienen. Zuletzt entschieden sie sich für Büchners „Leonce und Lena“, ein Stück über Müßiggang und den Sinn des Lebens.

Während der siebenmonatigen Probenzeit haben die jungen SpielerInnen unter der Leitung von Theaterpädagogin Nadine Tiedge eine Grundsituation für die Bühne erfunden, die sinnbildlich für ihre Sicht auf die Welt steht. Entstanden ist eine „Komm-und-Geh“-WG, eine Wohngemeinschaft, in der 14 verschiedene Menschen miteinander lieben, streiten, leben, entspannen, sich stressen, ein Zuhause haben, sich wohlfühlen, die Welt abstellen oder neu erschaffen. Diese WG ist für ihre Bewohner gleichermaßen die ganze Welt, in der sich auch das Publikum wiederfinden kann.

Wenn es in dieser WG mal nichts mehr zu tun gibt, werden Spiele gespielt. Um Themen zu verhandeln, die ihnen wichtig sind, verwandeln sich die jungen Akteure in die Figuren aus „Leonce und Lena“, bedienen sich aus Büchners „Text-Schatz“, um am Ende zu fordern: Weniger arbeiten – mehr Italien!

PREMIERE Donnerstag, 23. Mai 2019, Kammerbühne

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