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Presse

WARTEN AUF STURM

Schauspiel von Peter Thiers, Preisträger des „Kleist-Förderpreises für junge Dramatikerinnen und Dramatiker“ 2019
Uraufführung

Der Autor Peter Thiers (*1991) erhielt für seine sprachmächtige Parabel „Warten auf Sturm“ über den Zustand unserer (Arbeits-)Welt den „Kleist-Förderpreis 2019“, einen der renommiertesten Preise für deutschsprachige Nachwuchsdramatik. Den Preis vergibt die Kleist-Stadt Frankfurt (Oder) gemeinsam mit der Dramaturgischen Gesellschaft und dem Kleist Forum Frankfurt (Oder). Der Kleist-Förderpreis wird seit 1996 jedes Jahr für deutschsprachige Theatertexte verliehen. Erstmals ist die Cottbuser Bühne mit der Uraufführung des Preisträgerstücks betraut.

In einem Schacht schuften namenlose, „Cleaner“ genannte Gestalten, um Coltan-Erz abzubauen, das von denen oben eingeschmolzen und gewinnbringend verkauft wird. Wobei nur einer wirklich profitiert: Winter, oberster Werkleiter und Besitzer der ganzen Unternehmung. Der kommt mit seinem Sohn und Erben zum Schacht und trifft auf den Metallschmelzer Noon und dessen Tochter Lara, die in einer schwer definierbaren Beziehung zum Vorarbeiter Zlatan steht. Eine Odyssee durch Initiationsriten, Kräftemessen und Absonderlichkeiten beginnt.

Die Figuren, die in „Warten auf Sturm“ aufeinandertreffen, sind allesamt beschädigt. Von der Arbeit, von zerrütteten sozialen Beziehungen, von der Suche nach einem lebenswerten Leben, vielleicht sogar der Suche nach dem Glück. Hoffnungslos sind sie jedoch nicht alle. Immer wieder keimen Ideen von Veränderungen. So auch die Sehnsucht nach dem alles verändernden Klimaumschwung – denn Regen, also Wasser, das einfach vom Himmel fällt und den Staub wegwischt, kennt in dieser degenerierten Welt niemand mehr. Besonders Lara steht für andere ein, ergibt sich nicht dem mutmaßlich aussichtslosen Schicksal. Schlussendlich wird sie gar zur Hoffnungsträgerin.

Regisseur Volker Metzler und Bühnen- und Kostümbildnerin Claudia Charlotte Burchard forschen mit dem Ensemble nach dem Gehalt des Textes und seiner Wirkmacht für das Theater der Gegenwart. Dafür schaffen sie in der Kammerbühne ein Theaterlabor, eine Spielwiese für hochenergetisches, kraftvolles Schauspiel, das die Sehnsüchte und Nöte der Figuren dieser Uraufführung erlebbar macht.

Es spielen:
Ariadne Pabst, Lisa Schützenberger, Lucie Thiede, Annegret Thiemann; Michael von Bennigsen, Amadeus Gollner, Boris Schwiebert, Axel Strothmann sowie Damen und Herren des BürgerSprechChors

PREMIERE Samstag, 28. September 2019, 19.30 Uhr, Kammerbühne

Im Kleist Forum Frankfurt (Oder):
Aufführung am 17.10.2019 anlässlich der Verleihung des Kleist-Förderpreises 2019

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