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Presse

WONDER WOMAN

Eine moderne Heldinnengeschichte von Antonio Latella
Uraufführung

Die Pop-Ikone WONDER WOMAN kehrt zurück.

Im Jahr 2015 sprach ein italienisches Gericht einige Jungen vom Vorwurf der Vergewaltigung frei, indem es dem Opfer, einem 18-jährigen Mädchen, ein durchtriebenes und opportunistisches Verhalten zuschrieb und außerdem die Nicht-Schuld der Meute auf der Grundlage einer angeblichen „Männlichkeit“ des Mädchens feststellte. Es sei zu unattraktiv, um eine solche Tat zu rechtfertigen.

Die Dokumentation dieses realen Falles verknüpft der italieni­sche Regisseur Antonio Latella mit der mythischen Amazonenkriegerin aus den Comics. Erschaffen von Professor Marston, dem Erfinder des Lügendetektors, wird sie zu einem Symbol für die Emanzipation der Frau. Sie fordert die Überwindung aller Lügen zugunsten der wirklichen Objektivität der Dinge. Mit ihrem Lasso, dem Lasso der Wahrheit, bringt sie ihre Feinde dazu, die Wahrheit zu sagen.

So wird WONDER WOMAN zu einer rasanten und kurzweiligen Odyssee, die hinterfragt, welche Wege die Wahr­heit nimmt, ob sie von der Justiz oder dem gesunden Menschenverstand sanktioniert wird, wie sie bestimmt und manipuliert werden kann.

Es spielen: Sigrun Fischer, Ariadne Pabst, Lisa Schützenberger, Anouk Wagener

Der italienische Regisseur Antonio Latella, von 2017 bis 2020 Leiter der Biennale Teatro Venedig und mit „Eine göttliche Komödie. Dante ‹ › Pasolini“ eingeladen zum Berliner Theatertreffen 2020, macht aus „Zorro“ und „Wonder Woman“ zwei flirrende, wilde und unterhaltsame Karussellfahrten: Jeweils vier Figuren fliegen in den Himmel und mit jeder Drehung, jeder Quadrille, bekommen sie es mit Armut, Unterdrückung, Gerechtigkeit und der Möglichkeit einer Gemeinschaft zu tun: singend, lachend und verzweifelnd an sich und an der Welt.

Die Produktionen ZORRO und WONDER WOMAN sind in Solo- bzw. Doppelaufführungen zu sehen.

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