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Schauspiel

Anna Karenina

Nach dem Epochenroman von Lew Tolstoi

Moskau befindet sich gegen Ende des 19. Jahrhunderts in einer Epoche voller gesellschaftlicher Umbrüche. Auf diesem Schauplatz verwebt der russische Autor Lew Tolstoi die Schicksalsfäden dreier adliger Familien der russischen Oberschicht und zeigt dabei verschiedene Konzepte von Ehe und Beziehung.

Stiwa ist ein Lebemann und flüchtet sich aus seiner langjährigen kinderreichen Ehe immer wieder in wechselnde Seitensprünge, womit er seine Frau Dolly in die Rolle der unglücklich Duldenden zwingt. Der zunehmend gleichgültige Umgang belastet sie, die ihren Mann zwar liebt, ihm seine Fehltritte aber nicht länger durchgehen lassen kann und die Scheidung verlangt. Um die Ehe ihres Bruders vor dem Scheitern zu bewahren, eilt Anna Karenina von Petersburg nach Moskau. Ihr Vorhaben glückt. Auf ihrer Reise lernt sie Wronskij kennen und lieben und besiegelt damit den Anfang ihres Endes.

Anna flieht aus ihrer Ehe, sie gibt für den charmanten Wronskij das gutsituierte Leben an der Seite ihres Mannes auf und verzichtet sogar auf ihren Sohn. Sie begibt sich auf die Suche nach der großen, einzig wahren Liebe, die Anna letztendlich ausbrennt und gesellschaftlich ruiniert. Sie wird als unmoralisch gebrandmarkt und geächtet.

Tolstois Epos zeigt durch die Zerrissenheit seiner Charaktere auf tragische Weise den unauflöslichen Konflikt zwischen sozialer Verantwortung und persönlichem Glücksstreben.

PREMIERE 25. Febr. 2023 O Großes Haus

Besetzung

Regie Milena Michalek
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