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Brandenburgische Gespräche mit Jörg Thadeusz

Zwischen Himmel und Erde

Auch in dieser Spielzeit möchten wir den Bühnenraum des Theaters als ein Forum des offenen und öffentlichen Austauschs nutzen. An vier Montagen wird der Radio- und Fernsehmoderator Jörg Thadeusz Gäste aus unter­schiedlichen Lebens- und Berufsbereichen auf die Bühne des Großen Hauses bitten. Eine gute Stunde lang werden sie sich Themen widmen, die zwischen Himmel und Erde liegen – und besprechen, was sie trennt, was sie aneinan­der bindet und wo wir da eigentlich bleiben.

Gewissermaßen befinden wir uns jeden Tag zwischen Himmel und Erde; schon vor 3.000 Jahren schwebte dort der dritte Sohn König Davids. Seitdem schlagen wir zwischen Himmel und Erde unser Lager auf, wenn wir den Boden unter den Füßen verlieren, wir uns ver­lieben oder wenn unser Leben auf Messers Schneide steht. Zum Glück droht uns diesbezüglich auf der Bühne keine Gefahr, wir wollen nur darüber reden. Möglichst besonders dann mit Humor, wenn es ernst wird. Immerhin ist der Raum, in dem wir leben, auch der Raum, der uns noch immer all die Rätsel aufgibt – trotz all unseres rasanten Fortschritts in unserem Wissen um Erde und Himmel. Wenn wir genauer hingucken, zum Beispiel auf den Zusammenhang zwischen Urknall und Poesie, wird es interessant, vor allem aber mysteriös.

Wir begeben uns mit den Brandenburgischen Gesprächen in den Raum zwischen Himmel und Erde, dehnen ihn und machen uns auf die Suche nach den Galaxien der Welten­rätsel. Vielleicht finden wir heraus, dass einen Astrophysi­ker und einen Dichter, eine Chemikerin und einen Sportler gar nicht viel trennt. Vor allem verbindet sie eins: eine gute Stunde guter Unterhaltung.

Der Eintritt ist frei.

Kostenlose Tickets sind erhältlich direkt im Besucherservice sowie über den Webshop, den Spielplan und an der Abendkasse.

Eine Kooperation mit

Termine & Themen:

►Montag, 1. Nov. 2021 O Gäste: Florian Schroeder und Wolfram Eilenberger

Ein Fußballtrainer trifft auf einen Kolumnisten, ein Publizist auf einen Late Night-Talker, ein Philosoph auf einen Kabarettisten – am ersten Abend der Brandenburgischen Gespräche hat Gastgeber Jörg Thadeusz eigentlich sechs Gäste. Dabei sind es nur zwei: Florian Schroeder ist einem großen Publikum als Kabarettist bekannt: Er tourt mit verschiedenen Bühnenprogrammen, präsentiert Kabarett in Fernsehshows („Die Florian Schroeder Satire Show“) und publiziert regelmäßig Bücher (jüngst „Schluss mit der Meinungsfreiheit!“). Wolfram Eilenberger ist Bestsellerautor philosophischer Bücher („Zeit der Zauberer“), Moderator der „Sternstunde Philosophie“ im Schweizer Fernsehen und unterrichtet an verschiedenen Universitäten, hat aber auch eine Fußballtrainerlizenz. Wie all das „zwischen Himmel und Erde“ passt, wird Jörg Thadeusz herausfinden.

Jörg Thadeusz ist Journalist, Radio- und Fernsehmoderator und gilt als einer der bekanntesten und besten Gesprächsleiter im deutschen Fernsehen. Im Radio ist er besonders mit der Moderation der Wissenschaftssendung „Die Profis“ auf Radio Eins bekannt worden, im Fernsehen als Außenreporter der WDR-Kultsendung „Zimmer frei“. Seit 2013 moderiert er im RBB Fernsehen die politische Diskussionssendung „Thadeusz und die Beobachter“ und im WDR 2 die Talksendung „Thadeusz“. In dieser Spielzeit ist er am Staatstheater Cottbus Gastgeber und Moderator der „Brandenburgischen Gespräche“.

Wolfram Eilenberger ist philosophischer Publizist, Fernsehmoderator, Verlagslektor und Fußballtrainer. Seine Kolumnen, u. a. in DIE ZEIT und dem Tagesspiegel, zeigen ihn als pointierten Beobachter, als Moderator der „Sternstunde Philosophie“ im Schweizer Fernsehen präsentiert er Fachwissen einer breiteren Öffentlichkeit, die er mit seinen Sachbüchern für Philosophie begeistert. Als Fußballfan verbindet er letztgültig Lebenswelt und Philosophie.


(Wolfram Eilenberger, Foto: Annette Hauschild)

Florian Schroeder ist Kabarettist, Kolumnist, Autor, Hörfunk- und Fernsehmoderator. Seine Auftrittskarriere begann in Harald Schmidts legendärer Fernsehsendung „Schmidteinander“, wo Schroeder erstmals mit seinem parodistischen Talent auffiel. Inzwischen ist die Imitation von Prominenten Bestandteil seines Repertoires. Neben der Moderation und Präsentation von Radio- und Fernsehshows geht er als Kabarettist live auf Tour und veröffentlicht regelmäßig Bücher, die die Themen seiner Bühnenshows vertiefen, so zuletzt „Schluss mit der Meinungsfreiheit. Für mehr Hirn und weniger Hysterie“, erschienen im September 2021.


(Florian Schroeder, Foto: Frank Eidel)

 

►Montag, 13. Dez. 2021 O Gäste: Uschi Brüning und Uwe Kockisch

Mit der Leipziger Jazzsängerin Uschi Brüning und dem Cottbuser Schauspieler Uwe Kockisch sind zwei lebende Legenden bei Jörg Thadeusz zu Gast. So viele Ähnlichkeiten ihre beruflichen Tätigkeiten aufweisen mögen, so verschieden sind beider Wege durch DDR und BRD verlaufen, selbst wenn sie sich vor dieselbe Entscheidung: „Bleiben oder gehen?“ gestellt sahen. Bei Uwe Kockisch spielt Cottbus mehrfach eine entscheidende Rolle: als Geburts-, Gefängnis- und Theaterstadt. Die Frage nach der Möglichkeit von Freiheit und Selbstbestimmung ist auch eine künstlerische, zunächst aber eine existentielle. Sie bestimmt den Raum „zwischen Himmel und Erde“, der einem ermöglicht zu sein, wer man sein will. Jörg Thadeusz wird versuchen herauszufinden, wer Uschi Brüning und Uwe Kockisch sein wollen – vielleicht sogar, wer sie sind.

Jörg Thadeusz ist Journalist, Radio- und Fernsehmoderator und gilt als einer der bekanntesten und besten Gesprächsleiter im deutschen Fernsehen. Im Radio ist er besonders mit der Moderation der Wissenschaftssendung „Die Profis“ auf Radio Eins bekannt worden, im Fernsehen als Außenreporter der WDR-Kultsendung „Zimmer frei“. Seit 2013 moderiert er im RBB Fernsehen die politische Diskussionssendung „Thadeusz und die Beobachter“ und im WDR 2 die Talksendung „Thadeusz“. In dieser Spielzeit ist er am Staatstheater Cottbus Gastgeber und Moderator der „Brandenburgischen Gespräche“.

Uschi Brüning ist Jazz- und Soulsängerin. 1947 in Leipzig geboren und aufgewachsen, wusste sie schon früh, dass sie singen wollte. Obgleich zunächst nicht zum Studium zugelassen, wurde sie es doch. Sie begann mit deutschem Schlager und fand ihre Erfüllung im grenzenlosen Jazz. Legendär ihre Arbeit, Aufnahmen und Auftritte mit dem „Urvater des Jazz in der DDR“, ihrem späteren Ehemann Ernst-Ludwig Petrowsky, mit Manfred Krug oder Georgie Fame. Uschi Brüning singt immer noch und veröffentlichte 2019 ihre Autobiographie „So wie ich“ beim Ullstein Verlag.


(Uschi Brüning, Foto: Kristin Schley)

Uwe Kockisch ist Schauspieler. Als junger Mann stand er als Ensemblemitglied im Staatstheater auf derselben Bühne, auf die er nun einmal zurückkehrt. Ein Fluchtversuch als Jugendlicher brachte ihn ins rote Elend, danach wurde er Schauspieler. Früh stand Uwe Kokisch in zahlreichen DEFA-Filmen, im Polizeiruf und später im Tatort vor der Kamera, als Theaterschauspieler auf den Bühnen seiner Heimatstadt Cottbus, in Karl-Marx-Stadt, Ost- und später auch, als es nur noch eine geographische Orientierung war, in Westberlin. Besonders bekannt wurde er als Commissario Brunetti in den Krimis von Donna Leon und als Stasi-Offizier in der Serie Weissensee.

 

Die nächsten Termine der Reihe:

Montag, 28. Feb. 2022 O 19.00 Uhr O Großes Haus
Montag, 16. Mai 2022 O 19.00 Uhr O Großes Haus

 

Nachzuhören auf www.rbbKultur.de/derzweitegedanke und nachzulesen auf www.lr-online.de

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