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Schauspiel

Das unmögliche Theater (Teil 2): Tagebuch eines Verrückten

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Lu Xun: Tagebuch eines Verrückten
© der deutschen Übersetzung von Wolfgang Kubin by Unionsverlag Zürich, 2020

Heute schauen mich alle so komisch an. Habe ich was getan? Oder sind es die anderen? Wir alle kennen die vielen Stimmen der Verunsicherung in unseren Köpfen. Meist ist es die Stimme der Vernunft, die uns zum leise sein bringt. Doch was, wenn die Vernunft aller schon lange ausgesetzt hat?

Die Erzählung „Tagebuch eines Verrückten“ des chinesischen Autors Lu Xun handelt von einem Protagonisten, der mehr und mehr Anzeichen entdeckt, dass seine Umgebung voller Menschenfresser ist. Auch auf ihn haben sie es abgesehen. Aber wenn sie einsehen könnten, dass es nicht richtig ist, Menschen zu fressen, dann wäre es nur ein kleiner Schritt zur gelebten utopischen Gesellschaft.

Im zweiten Teil der Serie DAS UNMÖGLICHE THEATER untersucht Regisseur Marian Joel Küster die vielen Stimmen eines Ichs, die den Wahnsinn der Wirklichkeit zu erkennen und zu durchbrechen versuchen.

Die Wirklichkeit ist ein löchriger Schuh, den wir uns so nicht anziehen werden!“ (Wolfram Lotz)

Es gibt keinen Grund, bei der Wirklichkeit halt zu machen, wenn es einen Ort gibt, an dem man sie überwinden kann: Das Theater ist der Ort für Experimente, Fiktion und Fantasie. Hier ist das Unmögliche möglich! Mit der Serie DAS UNMÖGLICHE THEATER untersuchen in Cottbus lebende Theatermacher*innen das Theater und seinen Bezug zur Wirklichkeit. Mit Spiellust und Experimentierfreude entstehen Bilder, Geschichten und Diskussionen, die Unmögliches greifbar machen: Die Überwindung des Todes, den Sieg über die Angst, die perfekte Konsistenz von Kartoffelbrei.

PREMIERE Freitag, 17. Januar 2020 | Kammerbühne

Besetzung

Regie/Kostüme Marian Joel Küster
Bühne Jana Wassong
Choreografie/Regieassistenz Romy Schwarzer
Lichtbild Sandra Pohl
Dramaturgie Miriam Fehlker
Darstellerin Sophie Bock
Darstellerin Sigrun Fischer
Darsteller Gunnar Golkowski
Darsteller Markus Paul
Herren der Statisterie

Hinweise

  • Dauer: ca. 75 Min. ohne Pause
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