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Musiktheater

Das Wirtshaus im Spessart

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MUSIKALISCHE RÄUBERPISTOLE VON KURT HOFFMANN

Buch: Curt Hanno Gutbrod
Liedtexte: Günther Schwenn und Willy Dehmel
Musik: Franz Grothe

Zwei äußerst hilfsbereite, plötzlich auftauchende Männer bringen die Insassen – das Fräulein Franziska von Sandau, ihren ungeliebten Verlobten Baron von Sperling, den Pfarrer Haug und Franziskas Zofe Barbara – in das nahe gelegene Wirtshaus. Doch das erweist sich als Nest einer Räuberbande, deren Anführer „der Hauptmann“ ist. Ein Teil der Gefangenen soll losgeschickt werden, um dem reichen Grafen Sandau folgende Nachricht zu bringen: Seine Tochter Franziska werde nur freigelassen, wenn er bereit sei, ein Lösegeld in Höhe von 20.000 Gulden zu zahlen. Keiner der Räuber ahnt jedoch, dass unter den Losgeschickten ausgerechnet auch die junge Comtesse ist, die heimlich ihre Kleidung mit einem Handwerksburschen getauscht hat. Doch gerade sie muss erkennen, dass ihr Vater es mitleidlos ablehnt, sich erpressen zu lassen und die Räuber polizeilich dingfest machen will. Bitter enttäuscht kehrt Franziska in den Wald zurück und schließt sich in ihrer Verkleidung den Räubern an. Doch der schöne junge Hauptmann erkennt sie und auch Franziska hat sich längst Hals über Kopf …

Nein, das müssen Sie selbst erleben! Kommen Sie einfach in die Theaterscheune. Und vielleicht erinnern Sie sich sogar noch an den Unterhaltungsfilm „Das Wirtshaus im Spessart“ nach der Erzählung von Wilhelm Hauff? In den 50er Jahren begeisterte er mit Liselotte Pulver als Comtesse das Publikum und ist zur Vorlage dieser musikalischen und gruseligen Räuberpistole geworden.

PREMIERE Samstag, 14. Januar 2017 | Theaterscheune

Präsentiert von

Dieser Räubergulden kann im Webshop auf diesen Seiten, im Besucherservice
und an den Abendkassen unserer Spielstätten zum Preis von 5 € erworben werden.

Die Münze zum Stück wurde geprägt von .

Besetzung

Musikalische Leitung Andreas Simon
Regie Martin Schüler
Bühne Hans-Holger Schmidt
Kostüme Nicole Lorenz
Choreinstudierung Christian Möbius
Choreografie AnnaLisa Canton
Dramaturgie Dr. Carola Böhnisch
Musikalische Assistenz Andreas Simon
Musikalische Assistenz Bo-Kyoung Kim
Musikalische Assistenz Ioanna Ismyridi
Chorassistenz Christian Georgi
Regieassistenz AnnaLisa Canton
Regieassistenz Martin Eitner
Franziska Comtesse von und zu Sandau Anne Schierack
Räuberhauptmann Christian Henneberg
Baron Sperling Nils Stäfe
Parucchio/Obrist von Teckel/Räuber Heiko Walter
Räuber Knoll Martin Eitner
Räuber Funzel Thomas Pöschel
Peter Hans Anacker
Felix Hardy Brachmann
Räuberbraut Bettina Rahel Brede
Zofe Barbara Gesine Forberger
Korporal Ulrich Schneider
Pfarrer Dirk Kleinke
Wirtin Carola Fischer
Graf Sandau Thorsten Coers
Bullenbeißer Alexander Trauth
Räuber, Diener Damen und Herren des Opernchores
Es spielen Mitglieder des Philharmonischen Orchesters.

Hinweise

  • Speisen & Getränke im Saal erlaubt. Sorgen Sie rechtzeitig vor! Nach Vorstellungsende 1 Stunde geöffnet.
  • Dauer: ca. 2:30 Std. mit Pause
Rezensionen
Bewertungen

Jürgen Heinrich | Der Märkische Bote | 22.01.2017

„Die Sängerin [Anne Schierack in der Hauptrolle] meistert die Partie stimmlich locker, und spielerisch wirkt sie frisch, temperamentvoll und witzig wie von der Leine gelassen. Ihre Hosenrolle als frecher Jungräuber macht ihr Spaß und reißt die ganze Bande förmlich mit. Christian Henneberg, der Edel-Räuberhauptmann muss sich in dieses verschmitzte Wesen verlieben und gibt einen strahlenden Helden im schönen Kontrast zu dem geldgierigen Vater seiner angehenden Partnerin (Torsten Coers ist da wirklich entsetzlich unsympathisch). […] Die Inszenierung sprüht von originellen Regieeinfällen und bringt zum allgemeinen Vergnügen sogar einen tanzenden (Choreografie AnnaLisa Canton) und singenden Opernchor auf Wandas Dorfbühne. Das alles geschieht in üppigen Kostümen (Nicole Lorenz) und bis in die Pausen und das Foyer-Vorspiel hinein perfekt durch inszenierte Handlungsabläufe.“

Harald Asel | Inforadio | 16.01.2017

„Ach das könnte schön sein“ – spätestens bei dieser Nummer hört und spürt man es in der Theaterscheune Ströbitz mitsummen und -wippen. Das Publikum, an kleinen Tischen sitzend, ist hineingenommen in jene Wirtshausatmosphäre, die dem Stück, aber auch dem Aufführungsort angemessen ist, der einst der Tanzsaal einer alten Dorfschänke war. Und Intendant Martin Schüler scheut sich denn auch nicht, die musikalische Räuberpistole nach dem berühmten Film von 1957 mit Liselotte Pulver als kräftiges Bauerntheater zu inszenieren, mit deutlicher Typenüberzeichnung, vordergründigen Pointen, mit herumgeschleppten Waldrequisiten und einer preußischen Pickelhaubenmilitärknallcharge. Und siehe da: es funktioniert. Denn die Akteure entwickeln aus dem Verwechslungs-, Verkleidungs- und Wiedererkennungsszenarium eine fast schon absurde Komik.“

Ida Kretzschmar | Lausitzer Rundschau | 16.01.2017

„Eine kleine leuchtende Kutsche (welch bezaubernder Einfall unter vielen) strandet mitten in ihrem Wald. Die blaublütigen Insassen samt Pfaffe (herrlich ausgefüllt von Dirk Kleinke) und Zofe (Debra Stanley, die später mit dem herzerfrischenden Burschen Felix alias Hardy Brachmann ein gutes Duett abgibt und auch im Quartett liebeserklärend besticht) aber werden in die Räuberspelunke gelockt, in der sich die Wirtin (rigoros mit überzeugendem Mutterwitz: Carola Fischer) aufs Abstauben versteht. […] Gastsängerin Anne Schierack […] gibt eine unerschrockene Comtesse, die nicht nur ihren Vater (Thorsten Coers) Paroli bietet, sondern auch in Männerkleidung als Franz die Räuber an der Nase herumführt. Durchschauen kann sie nur der  Räuberhauptmann, bemerkenswert charmant in ganzer Bandbreite dargeboten von Bariton Christian Henneberg […] Insgesamt ist es eine musikalische Räuberposse, mit leichter Hand in Szene gesetzt zwischen Operette und Musical, bei der die Zuschauer bekommen, was sie erwarten. Hier geht es nicht um große Oper, sondern um großen Spaß. In der Regie von Martin Schüler entfaltet sich ein turbulentes Verwirrspiel, in dem das ganze Ensemble mit viel ´Freude bei der Sache ist. Die Wirtshausbesucher freuen sich an deftigen Ideen und subtilen Seitenhieben und an den einprägsamen wohlbekannten Melodien, die zum Mitklatschen und Schunkeln anregen. Bühne (Hans-Holger Schmidt) und Kostüme (Nicole Lorenz) changieren gekonnt zwischen Räuber- und Herrschaftswelt. […] Ein vergnüglicher Abend, an dem sich am Ende alles zum Guten wendet. Selbst die Halunken Knoll (Martin Eitner) und Funzel (Thomas Pöschel) wollen ein ehrbares Leben führen. Da muss man doch einfach mitsingen: „Ach das könnte schön sein“. Heiko Walter, der als Obrist wohl die meisten Lacher auf seiner Seite hat, gibt dafür das Kommando: „Zack zack“.“

Alex | 16. Mai 2018 um 22:34 Uhr

Ich möchte mich hier für die großartige Vorstellung (am 16.5. - Einfügung des Administrators) bedanken und meine Begeisterung für Gesang und Schauspiel von Herrn Schneider, Frau Forberger, Herrn Eitner, Herrn Henneberg und vor allem Herrn Walter ausdrücken. LG

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