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Schauspiel

Der Biberpelz

Eine Diebskomödie von Gerhart Hauptmann

Berlin im ausgehenden 19. Jahrhundert. Mutter Wolffen ist eine resolute Waschfrau. Nebenbei führt sie ein Doppelleben als Kleinkriminelle. Als ihre älteste Tochter Leontine von der Arbeit bei Rentier Krüger geschunden nach Hause entflieht, beschließt Wolffen, das Recht selbst in die Hand zu nehmen.

In der Folge ereignet sich eine Reihe von Diebstählen: Rentier Krüger wird Brennholz entwendet – und ein Biberpelz. Amtsvorsteher von Wehrhahn allerdings, der sich der krimi­nellen Machenschaften annehmen soll, ist zu sehr mit seinem obsessiven Vorhaben beschäftigt, den Privatgelehrten Dr. Fleischer wegen Majestätsbeleidigung verhaften zu lassen.

In seiner „Diebskomödie“ rüttelt Gerhart Hauptmann an den Autoritäten und Institutionen: der preußisch-kaiserlichen Bürokratie, der patriarchalen Familie, den Regeln von Anstand und Moral. Dem inkompetenten Staatsdiener stellt er ein cleveres Berliner Original aus dem Proletariat gegenüber. Moral muss man sich leisten können: Es sind die sozialen Verhältnisse, an denen ein Staat sich messen lassen muss.

Vom wilhelminischen Deutschland bis heute geht es dabei um Sprache und die Frage, wie wir uns verständigen. Hauptmanns Komödie antwortet mit etwas, das hierzulande eine Rarität ist: mit Humor.

PREMIERE 22. Januar 2022 O Großes Haus

Präsentiert von

Besetzung

Regie Armin Petras
Bühne Alexander Wolf
Kostüme Cinzia Fossati
Musik N. N.
Dramaturgie Ludwig Haugk
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