U
L
L

Schauspiel

Der große Marsch

F

Schauspiel von Wolfram Lotz

Wie macht man sich unsterblich? Durch das Werk, meint man, sei die Antwort des Künstlers. Und so begibt sich die Schauspielerin in diesem Stück auf den großen Marsch durch die Arbeitsweisen des zeitgenössischen und politischen Theaters. Doch der Theaterautor entlarvt sich als feiger Trottel, der Regisseur vereinfacht die Wirklichkeit und kann die Existenz einer Schlange auf der Bühne nicht überzeugend erklären. Die Schauspielerin trifft auf Angela Merkel (die Echte!) höchstpersönlich, streitet mit Anarchist Michail Alexandrowitsch Bakunin über sein Geburtsdatum, aber erst als sie Prometheus begegnet, zeichnet sich eine Lösung ab – eine die schon seit Jahrhunderten am Meeresboden liegt. Absurd bis zur komischen Verzweiflung treten Figuren aus Politik, Historie und Literatur auf, und weigern sich, so zu sein, wie man es erwartet.

PREMIERE Samstag, 7. Dezember 2019 | Kammerbühne

Besetzung

Regie/Kostüme Wiebke Rüter
Bühne Jana Wassong
Video Jan Isaak Voges
Dramaturgie Miriam Fehlker
Regieassistenz Romy Schwarzer
Kostümassistenz Sarah Voigt, Hans-Holger Schmidt
Seegurke/Frau Merkel/Regisseur/Bakunin Sophie Bock
Schauspielerin Sigrun Fischer
Patrick S./Lewis Paine/Prometheus/Der männliche Schauspieler Gunnar Golkowski
Lotz/Mutter Lotz/Hamlet/Schlange Markus Paul
Es spielen Damen und Herren des BürgerSprechChores.
Rezensionen
Bewertungen

Angelika Koch | Blicklicht (Heft Februar 2020) | 01.02.2020

„Ja, das ist unmögliches Theater, aber ob es das Theater als Institution rettet? Aber das will es vielleicht auch gar nicht. Gut ist, dass jungen Dramatikern mit dieser Reihe im Staatstheater Cottbus Raum gegeben wird. Man kann gespannt auf den zweiten Abend sein.“

Jürgen Heinrich | Der Märkische Bote | 21.12.2019

„Der Übertitel trifft zu: Es ist sehr gutes, spannend gespieltes, aber eben ‚Unmögliches Theater‘ […]. Irgendwie genial ist das schon, wenn die Schauspieler mitten in der Rolle neben ihren Job treten und zivil fragen, was das alles soll. Ja, es macht phasenweise sehr viel Spaß, diesen purzelnden Einfällen in professioneller Umsetzung durch Sigrun Fischer und Gunnar Golkowski zuzuschauen, auch Markus Paul und Sophie Bock entfalten sich im Sog dieser zügellosen Komödianterie eindrucksvoll. Es lässt sich vermuten, dass Regisseurin Wiebke Rüter dem Prinzip folgte, einfach keine Schranke zu setzen, wodurch sich eine pralles Werk fügte, das sie gemeinsam mit Jana Wassong (Bühne) üppig mit Eisenleitern, Holzkisten, Bauschuttrutsche und außerirdischen Bürgersprechern ausstattete. Ich hatte an der zweiten Kreuzung schon vergessen, worum es eigentlich ging, aber köstlich war es eben doch.“

Bewertung abgeben

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Sterne vergeben *
i
i
i
i
i

nach oben D