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Musiktheater

Die Csárdásfürstin

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Operette in drei Akten von Emmerich Kálmán

Libretto: Leo Stein und Béla Jenbach

Die berühmte Chansonette Sylva Varescu feiert im Budapester Varieté-Theater „Orpheum“ ihre umjubelte Abschiedsvorstellung. Sie will zu einer Tournee in die Vereinigten Staaten aufbrechen, doch ihr fürstlicher Liebhaber Edwin überrascht sie während des Champagnergelages mit einem Heiratsversprechen. Überglücklich beschließt Sylva zu bleiben. Edwins Vater aber will den nicht standesgemäßen Fehltritt seines Sohnes, die Liaison mit einem Mädchen vom Tingel-Tangel, um keinen Preis tolerieren. Autoritär veranlasst er dessen Einberufung zum Militär und gibt per Zeitungsannonce die Verlobung Edwins mit der gräflichen Cousine Anastasia, genannt „Stasi“, bekannt – und der herumkommandierte brave Sohn gehorcht. Eine entsprechende Anzeige wird gezielt Sylva zugespielt, worauf sie sich verraten sieht und frustriert nach Amerika abreist. Zur offiziellen Verlobung Edwins wenige Monate später erscheint sie jedoch wieder – an der Seite eines vorgeblichen Gatten, des Grafen Boni Káncsiánu. Sofort flammt die unerloschene Liebe erneut auf: Edwin bestürmt Sylvas „Ehemann“, sich unverzüglich scheiden zu lassen. Denn die durch eine Hochzeit Geadelte könne er ja nun widerstandslos heiraten. Doch dabei hat er nicht mit dem temperamentvollen Selbstbewusstsein einer Sylva Varescu gerechnet, die den Adelsspross lehrt, dass wahre Liebe nichts mit Standesunterschieden zu tun hat.

Emmerich Kálmáns Operette (1914/15) stellt im Spannungsfeld von temperamentvollem Csárdás und aristokratischem Walzer die Frage nach Lebenslügen, nach Feigheit und der Kraft der Liebe.

PREMIERE Samstag, 23. Juni 2018 | Großes Haus

Präsentiert von

Besetzung

Musikalische Leitung Alexander Merzyn
Regie Thomas Weber-Schallauer
Bühne Britta Tönne
Kostüme Nicole Lorenz
Choreinstudierung Christian Möbius
Choreografie AnnaLisa Canton
Dramaturgie Bernhard Lenort
Musikalische Assistenz Bo-Kyoung Kim
Musikalische Assistenz Andreas Simon
Musikalische Assistenz Michelle Bernard
Chorassistenz Christian Georgi
Regieassistenz AnnaLisa Canton
Fürst Lippert v. Weylersheim Ulrich Schneider
Anhilte Carola Fischer
Edwin Martin Shalita
Sylva Mine Yücel
Stasi Mirjam Miesterfeldt
Boni Hardy Brachmann
Eugen v. Rohnsdorff Dirk Kleinke
Feri-Bacsi Heiko Walter
Feri-Bacsi Nils Stäfe
Miksa Thorsten Coers
Kiss, Notar Nils Stäfe
Ein Unbekannter Daniel Heck
Damen und Herren der feinen Gesellschaft, Varietédamen, -angestellte und -gäste Damen und Herren des Opernchores
Varietétänzerinnen und -tänzer, Kriegsfreiwillige, Kriegsversehrte, Ballgäste Damen und Herren des Balletts
Es spielt das Philharmonische Orchester.

Hinweise

  • Dauer: ca. 2:50 Std mit Pause
Rezensionen
Bewertungen

Rüdiger Hofmann | Lausitzer Rundschau | 25.06.2018

„Begeisterung löst bei der Cottbuser Premiere das Ensemble aus. […] Mit dunkel timbrierter Sopranstimme singt Mine Yücel den Titelpart der Sylva, ein Tanz auf dem Vulkan […]. Ihr zur Seite der stimmgewaltige Tenor Martin Shalita als Edwin, jederzeit sympathisch und engagiert. Überzeugend agiert auch das zweite Liebespaar, Graf Boni und Komtesse Stasi […]. Hardy Brachmann schlawinert sich charmant durch die komödienhaften Szenen, jeder Zoll der flatterhafte Husar, ein quirliger Schürzenjäger. Liudmila Lokaichuk entlarvt eine lässige Abgebrühtheit hinter der vorgeblich naiven Adelstochter. […] Baron Feri-Bácsi wird von Heiko Walter gesungen, auch er erwischt einen Abend nach Maß. Die spielerische Leichtigkeit nimmt man ihm ab, gesanglich ausgebufft agiert er mit vielen Raffinessen. […] Über der aufgesetzten äußeren Fröhlichkeit mancher Varieté-Szenen liegt aber auch immer ein trauriger Schatten, eine leise Ahnung von der inneren Verzweiflung der Menschen, die hier vom Schicksal zusammengewürfelt werden. […] Als unverwüstlich hingegen erweisen sich die Lieder von Emmerich Kálmán, die das Philharmonische Orchester unter der Leitung von Alexander Merzyn routiniert präsentiert. Es gibt oft Szenenapplaus, und nicht endenden Beifall zum Abschluss. Christian Mö­bius und sein Opernchor entkleiden die Handlungsstränge von verklärenden Romantisierungen bis zur nackten emotionalen Verzweiflung zwischen Liebe, Standesdünkel, Intoleranz und Doppelmoral. Und das alles mit Humor, vielen Handlungsideen und zauberhaften Kostümen. Ein Muss für jeden Operettenfan!“

Link zur vollständigen Rezension

Adam Krokowski | 24. Juni 2018 um 12:45 Uhr

Ich habe gestern die Premiere mit großer Vergnügung genossen.

Vielen Dank für eine wunderschöne Inszenierung!

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