L

Schauspiel mobil

Was kommt

F

Klassenzimmerstück für Schülerinnen und Schüler ab 9. Jahrgangsstufe

Drei junge Frauen mit Mission: Mia, Kathrin und Lotte sind selbst noch nicht so lange aus der Schule raus. Jetzt kommen sie mit Plänen zurück. Sie wollen Schülerinnen und Schüler bereit machen für das, was kommt. Nur die Konzepte sind verschieden. Mia zweifelt am eigenen Zahnrädchen-Dasein und beruft sich auf humanistische Ideale. Kathrin ist punktgenau auf dem Sprungbrett der smarten Technologien gelandet und verspricht unbeschwerte Zeiten in einer Welt voller Social Control. Lotte dagegen tritt vehement, mit radikalem Pathos für den Untergang der uns bekannten Welt und  den Aufbau einer neuen, grandiosen, utopischen ein. Koste es, was es wolle. Kaum vorstellbar, dass eine der drei Positionen einen Anspruch darauf haben kann, die einzig „wahre“ zu sein. Aber welchem Weg ist zu folgen?

Josephine Fabian spielt als Fremdkörper im Habitat ihres Publikums in allen drei Rollen mit der Nähe zu ihrem Zuschauerinnen und Zuschauern. Wo endet das Ringen um einen theatralen Authentizitätsanspruch, wo fängt zaghaftes Zutrauen oder gar Vertrauen an?

WAS KOMMT hat keinen didaktischen Anspruch. Die Entscheidung über die Ablehnung der vorgestellten Positionen oder ihre Übernahme in den eigenen Kosmos liegt bei den Schülerinnen und Schülern.

Die neue mobile Produktion des Staatstheaters Cottbus, die Regisseur Lukas Pohlmann gemeinsam mit der Schauspielerin Josephine Fabian und dem Produktionsteam entwickelt, holt das Theater als Mittler zur Welt ins Klassenzimmer. Dabei geht es letztlich um einen der schönsten Ansprüche ans Leben: die Aneignung der Welt als selbstständig-denkende, emanzipierte Wesen.

Wenn Sie die Inszenierung für Ihre Klasse buchen wollen, wenden Sie sich bitte an Theaterpädagogin Nadine Tiedge (n.tiedge@staatstheater-cottbus.de).

PREMIERE 27. September 2018, 10 Uhr | Evangelisches Gymnasium Cottbus

Besetzung

Regie Lukas Pohlmann
Dramaturgie Claudia Grönniger
Theaterpädagogische Betreuung Nadine Tiedge
Dramaturgie- und Regieassistenz Marian Joel Küster
Darstellerin Josephine Fabian

Hinweise

  • Zur Aufführung gehört ein Gespräch mit dem Inszenierungsteam.
  • Aufführung und Gespräch dauern 90 Minuten.
  • Die Aufführung ist für eine Klasse oder einen Kurs im Unterrichtsraum konzipiert.
  • Es sind keine weiteren Voraussetzungen zu beachten.
  • Ein Vorbereitungs- bzw. Aufenthaltsraum für das Team ist wünschenswert.
  • Buchungen über Theaterpädagogin Nadine Tiedge (n.tiedge@staatstheater-cottbus.de).
Rezensionen

Daniel Schauff | Lausitzer Rundschau | 28.09.2018

Es ist faszinierend – drei, vier Mal wird gekichert, als Josephine Fabian die Schüler befragt. Nicht wie eine Lehrerin, auch nicht wie eine Mitschülerin. Wie Mia, wie Kathrin, wie Lotte vielleicht, drei junge Frauen, allesamt dem Schülerinnenalter gerade erst entwachsen, drei junge Frauen, die Josephine Fabian spielt – die Übergänge nahtlos, die Schüler erahnen vielleicht an der Körperhaltung, vielleicht am Gesichtsausdruck, vielleicht ein wenig an der Stimme, wer von den drei jungen Frauen da gerade durch das Klassenzimmer schreitet. Das Kichern jedenfalls verstummt in den ersten Minuten. […] Was kommt‘ ist ohne Frage didaktisch, kommt aber ohne den berühmten erhobenen Zeigefinger aus. Lukas Pohlmann spart zudem nicht, mit aktuellsten regionalen Anspielungen, Stichworte: Zukunft Heimat etwa, oder Strukturwandel. Und das auch: ohne Zeigefinger.“

nach oben D