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Schauspiel

Ewig jung

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Songdrama von Erik Gedeon

Cottbus in einigen Jahrzehnten: Eine Handvoll Schauspielerinnen und Schauspieler, längst außer Dienst, durchlebt gemeinsam mit einem Pianisten an ihrer alten Wirkungsstätte, die zur Altersresidenz geworden ist, frühere Erfolge. Dumm nur, dass die Krankenschwester, in deren Obhut sie sich befinden, sie nicht einfach feuchtfröhlich in ihren Erinnerungen schwelgen lässt. Nur, wenn die Aufmerksamkeit der Schwester anderweitig gefordert ist, kann das Ensemble das Unterhaltungsprogramm selbst in die Hand nehmen. Mit den Liedern ihrer großen Auftritte, mit Altersstarrsinn, Weisheit und Witz frönen die Mimen ihrer Bühnenkunst und zitieren sich singend ihre erfolgreichen Bühnenjahre zurück. Das Cottbuser Publikum geht mit dem Ensemble auf eine launige musikalische Reise in die ergraute Zukunft „seiner“ Schauspielerinnen und Schauspieler.

Das Songdrama von Erik Gedeon, das viel Freiraum lässt, damit Geschichten und Erlebnisse des Cottbuser Ensembles einfließen können, inszeniert Alexander Suckel, der sich erstmals in Cottbus vorstellt. Unterstützt wird der Regisseur, Dramaturg und Musiker von Schauspielkapellmeister Hans Petith, der nicht nur die Einstudierung der zahlreichen Lieder übernimmt, sondern auch als Pianist mitwirkt.

PREMIERE Freitag, 11. Januar 2019 | Theaterscheune

Präsentiert von

Besetzung

Regie Alexander Suckel
Musikalische Leitung Hans Petith
Bühne/Kostüme Hans-Holger Schmidt
Dramaturgie Lukas Pohlmann
Regieassistenz Marian Joel Küster
Darstellerin Josephine Fabian, Maxine Kazis
Darstellerin Sigrun Fischer
Darstellerin Sophie Bock
Darsteller Kai Börner
Darsteller Thomas Harms
Darsteller Hans Petith
Darsteller Axel Strothmann

Hinweise

  • Speisen & Getränke im Saal erlaubt. Sorgen Sie rechtzeitig vor! Nach Vorstellungsende 1 Stunde geöffnet.
  • Dauer: ca. 1:45 Std. ohne Pause
Rezensionen
Bewertungen

Kai Wulfes | musicalzentrale.de | 27.01.2019

„Regisseur Suckel beweist dabei mit viel Lokalkolorit ein sicheres Händchen für Brüche zwischen Schrecken und Komik, Slapstick und Furcht. Seine fünf Darsteller (Sophie Bock, Kai Börner, Sigrun Fischer, Thomas Harms und Axel Strothmann) folgen ihm dabei und formen mit viel Spielfreude ihre Charaktere doppelbödig zwischen liebevollem Alten und garstigem Greis, zwischen nach dem Lebenden lechzender Seniorin und tattrigem Schatten ihrer Selbst. In ihren abgeranzt wirkenden Kleidern, viel zu langen, schlechtsitzenden Hosen (Kostümbild ebenfalls von Hans-Holger Schmidt) singen und ‚tanzen‘ sie sich in die Herzen des Publikums. Maßgeblichen Erfolg hieran hat auch der aufwendige Alterungsprozess aus der Maskenbildnerei (Annett von Nordheim).“

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Jürgen Heinrich | Der Märkische Bote | 19.01.2019

„[…] die perfekte Balance zwischen mitunter betroffener Nachdenklichkeit und grenzwertig schwarzem Humor fand zur Premiere letzten Freitag ziemlich lauten Beifall, auch in einzelnen Szenen, und wird womöglich den einen oder anderen Zuschauer etwas erschrecken, letztlich aber als sentimental-kluger Spaß sein Publikum finden. Die rockigen Herren Harms […] und Strothmann überzeugen mit gut beobachteten altersgerechten Schrullen, die Damen Fischer und Bock enthüllen, teils deftig, die Geheimnisse ihrer flotten Jahre und bringen die Hüften in eckige Bewegung, und mit Herrn Petith, dem Schauspielkapellmeister, nutzt die Inszenierung den Glücksfall, über einen komödiantischen Pianisten zu verfügen – das Sauerstoffgerät freilich immer griffbereit.“ Herr Börner „entwindet sich dem Rollator und rockt steifbeinig und singt, etwas plärrig, wie ein echter West-Star der 80er.“

Thomas Klatt | Lausitzer Rundschau | 14.01.2019

„Mit Liedern Geschichten erzählen – das konnte man hier schon immer gut. Dass das allen großen Spaß macht, war in den „Heimatliedern“ vor einigen Jahren, in „Glaube, Liebe, Hoffnung“ von 2016 oder in der jüngsten „Sonnenallee“, wo das Publikum oftmals laut mitsang, nicht zu überhören. In „Ewig jung“ ist der Reiz ein anderer: Im hohen Alter wird hier mit Gesang und Spiel zurückgeblickt auf die eigenen Träume und Utopien, auf die Erfolge auch, auf Fehler und Niederlagen, auf die verlorenen Lieben und das Leben, das man hatte oder gern gehabt hätte. Diese Spiel- und Sangesfreude, die sich daraus schnell entwickelt, macht dem Premieren-Publikum von Beginn an großen Spaß.“ 

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