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Gastspiele

Jasmin Tabatabai und das David-Klein-Quartett

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Was sagt man zu den Menschen, wenn man traurig ist?

Selten zeigten sich Hörer, Presse und Fachleute so einig: Das 2011 erschienene Liederalbum „Eine Frau“, auf dem sich die Schauspielerin, Sängerin und Autorin Jasmin Tabatabai zum ersten Mal in einem maßgeschneiderten Jazzgewand präsentierte, war eine Offenbarung. Die „Süddeutsche Zeitung“ nannte Jasmin Tabatabai in einem Atemzug mit Marlene Dietrich und Hildegard Knef, beim „Echo Jazz 2012“ bekam sie gleich die Auszeichnung als „Beste nationale Sängerin“.

Sieben Jahre und an die hundert Konzerte später ist aus der prickelnden Affäre zwischen Jasmin Tabatabai und dem Jazz eindeutig mehr geworden. „Das ist jetzt eine sehr ernsthafte Liebesbeziehung“, sagt die Sängerin, „man kann sich ungeschminkt zeigen und muss keine Angst davor haben, dass der andere sofort wieder abhaut.“

Jasmin Tabatabai beherrscht mit souveräner Entspanntheit auch das Konzert-Metier. Fassungslos sei er jedes Mal, schreibt David Klein, musikalischer Partner von Xavier Naidoo, Grönemeyer und Jasmin Tabatabai, wie sie die legendären Songs durch ihren ganz eigenen Charakter präge. Mit einem hervorragend besetzten Quartett streift sie nun in einem weiten Bogen durch Zeit und Raum, vom persischen Volkslied zu einer Ballade Kurt Weills, von Rock-Hymnen aus den 1990ern zu Liedern, die von der Liebe erzählen. Das Lied „Was sagt man zu den Menschen, wenn man traurig ist?“, das dem Abend den Titel gibt, ist von Georg Kreisler. Jasmin Tabatabai und das David-Klein-Quartett finden berührende Antworten auf diese Frage. Ein feiner, melancholischer Abgesang auf die Spaßgesellschaft…

 

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