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Musiktheater

L’elisir d’amore (Der Liebestrank)

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Oper in zwei Aufzügen von Gaetano Donizetti

Dichtung: Felice Romani
Aufführung in italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln

Ohne Aussicht auf Gegenliebe verliebt zu sein, nagt am eigenen Stolz, suggeriert Unzulänglichkeit und verbreitet Melancholie und Traurigkeit. Seit ältesten Zeiten träumen daher Menschen von einem Liebestrank, der in der Lage ist, die Gefühle des oder der Angebeteten künstlich zu erwecken. In Donizettis „L’elisir d’amore“ versetzt jedoch eher der Glaube an die Wirksamkeit des magischen Elixiers die „emotionalen Berge“. Denn hier ist der angepriesene Liebestrank kein echter, sondern nur simpler Bordeaux. Den trinkt der verzweifelte Bauer Nemorino, um endlich Erfolg bei der schönen Gutspächterin Adina zu haben und den selbstgefälligen Sergeanten Belcore als Rivalen auszuschalten. An die totsichere Kraft eines Placebos glaubend, tritt Nemorino plötzlich selbstsicher auf und erregt dadurch Adinas Interesse.

Donizettis Oper, die ihre Uraufführung im Jahre 1832 erlebte, verbindet italienische Comedia dell’arte mit tragischen Elementen und lässt in der spritzig-ironischen und gleichzeitig gefühlsintensiven Partitur liebeswürdige Figuren erscheinen. Die in feinstem italienischen Belcanto erzählte Geschichte nimmt augenzwinkernd unterschiedliche Spielarten der Liebe aufs Korn und wurde sehr schnell zu einem Favoriten des Publikums. Die Tenorarie „Una furtiva lagrima“ – Inbegriff des klanggesättigten Belcantos – verhalf dieser Oper zum Weltruhm.

PREMIERE Samstag, 22. Juni 2019 | Großes Haus

Besetzung

Musikalische Leitung Sergey Simakov
Regie Anthony Pilavachi
Bühne Markus Meyer
Kostüme Nicole Lorenz
Choreinstudierung Christian Möbius
Dramaturgie/Übertitel Dr. Carola Böhnisch
Musikalische Assistenz Frank Bernard
Musikalische Assistenz Ana Maria Lupu
Musikalische Assistenz Andreas Simon
Chorassistenz Christian Georgi
Regieassistenz AnnaLisa Canton
Adina Mirjam Miesterfeldt
Adina Debra Stanley
Nemorino Andrei Danilov
Nemorino Dirk Kleinke
Belcore Christian Henneberg
Belcore Nils Stäfe
Dulcamara KS Matthias Henneberg
Dulcamara Ulrich Schneider
Gianetta Rahel Brede
Bewohner einer italienischen Kleinstadt, Soldaten Damen und Herren des Opernchores und der Statisterie
Es spielt das Philharmonische Orchester.

Hinweise

  • Dauer: ca. 2:30 Std. mit Pause
Rezensionen
Bewertungen

Martin Freitag | www.deropernfreund.de | 27.06.2019

„Die Krone des Abends gebührt der ausgezeichneten Adina von Mirjam Miesterfeldt, da ist alles am rechten Platz: eine junge selbstbewußte Frau, die sich so nach der Liebe sehnt und ihr gleichzeitig nicht traut, jede Nuance im Gesang bedeutet etwas: Koketterie, Abschottung, Gefühl und Selbstschutz immer als Aussage im Gesang, bei schönem agilen Sopran mit toller Höhe – Belcanto in Reinkultur. […] Simakov ist ein echter Operndirigent und immer bei der Szene, er beweist mit wahrlich teilweise rasanten Tempi ordentlich Mut, das Orchester und die Sänger dabei immer auf Augenhöhe. Die Rezitative mit manchmal erstaunlich langsamen, aber nie langweiligen Tempi immer am Text. Hier scheinen Regie und musikalische Leitung hervorragend zusammengearbeitet zu haben. […] Ein wirklich toller Saisonschluss für die Cottbuser Oper: italienische Oper mit wunderbaren Stimmen, einer spannenden Regie und tollen Szene. Nach dem Abend mit viel Hören, aber auch viel Gelächter über die Situationen auf der Bühne ein begeistertes Premierenpublikum mit langen, herzlichen Ovationen; der Kritiker war auch dabei. Ein Abend der zeigte, wieviel wahres Leben doch in der Oper stecken kann; aber auch wieviel Oper oft in unserem wahren Leben ist.“

Link zur Rezension

Jürgen Heinrich | Der Märkische Bote | 29.06.2019

„Das ist Oper der Ersten Bundesliga. […] Weltklasse im Cottbuser Schatzkästchen der Musen.! Welch ein musikalischer Glanz. […] Mirjam Miesterfeldt, recht neu im Ensemble, ist die bewunderte Frau im italienischen Städtchen. Sie singt in allen Höhen kristallrein, meistert schwierigste Koloraturen und interessiert sich gar nicht für Nemorino, diesen so wunderbar himmelnden Tenor (Andrei Danilov, d. Red.), ein junger Russe aus dem fernsten Irkutsk, der sich bewegt, als sei er daheim hier, und der doch nur auf Durchreise ist; er hat viele Preise ersungen und jetzt ein Engagement an der Deutschen Oper Berlin. […] Das Publikum war begeistert von dieser hinreißend schönen Donizetti-Musik und all ihren Interpreten.“

Rüdiger Hofmann | Lausitzer Rundschau | 25.06.2019

„Die komische Oper ‚Der Liebestrank‘ von Gaetano Donizetti ist ein Juwel der italienischen Belcanto-Kunst. Frisch, anmutig und rührend ist der kontrastreiche Wechsel von komödiantischen und leidenschaftlichen Szenen in einer italienischen Kleinstadt. Die eng verschmolzenen Arien und Duette gehen am Samstag im Staatstheater Cottbus bei der Liebes-Premiere nahtlos ineinander, sie sind gekonnt gearbeitet wie in einer klassischen Romanze, deren Ausgang bekannt ist, aber deren ‚wie‘ jederzeit spannend bleibt. […] Mit der berühmten Arie ‚Una furtiva lagrima‘ (‚Eine verstohlene Träne‘), in der Nemorino über sein lang ersehntes Liebesglück seufzt, komponierte Gaetano Donizetti eine Tenor-Arie par excellence. Es wird in Cottbus die beste Arie des Abends, vorgetragen vom russischen Tenor Andrei Danilov. Szenenapplaus! […] In ihrer bisher größten Herausforderung vor Ort schlüpft sie (Mirjam Miesterfeldt, d. Red.) in die Rolle der ‚Adina‘ – und wie! Von Anfang an ist Man(n) ihr verfallen. Ihr gelingt der geforderte virtuose Gesang mit zahlreichen Koloraturen und Melodie umspielenden Verzierungen bravourös.“

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