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Musiktheater

My Fair Lady

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nach Bernard Shaws „Pygmalion“ und dem Film von Gabriel Pascal | Buch und Liedtexte von Alan Jay Lerner | Musik von Frederick Loewe | Deutsch von Robert Gilbert

Die Uraufführung von MY FAIR LADY fand 1956 in einer Produktion von Herman Levin unter der Regie von Moss Hart in New York statt.

Was treibt der berühmte Sprachexperte und bekennende Junggeselle Professor Henry Higgins mit der hübschen, unehelichen Tochter eines trunksüchtigen Müllkutschers? Täglich mehrere Stunden? Sie irren! Sein Anliegen ist höchst platonischer Art. Aufgrund einer Wette mit Oberst Pickering versucht er, einem armen Blumenmädchen binnen weniger Monate die Sprache der gesellschaftlich gehobenen Schichten beizubringen. Eliza heißt das Objekt seiner wissenschaftlichen Begierde, das er ehrgeizig und unerbittlich von früh bis abends traktiert. Als Höhe- und Endpunkt der Wette zwischen den beiden Sprachwissenschaftlern soll Eliza beim Ball der Botschaft auftreten und öffentlich als Lady akzeptiert werden. Das junge Mädchen, in seinem neuen Abendkleid traumhaft schön, besteht die ultimative Prüfung mit Bravour. Higgins triumphiert. Sein wissenschaftliches System hat funktioniert. Aber scheint nicht längst hinter der Fassade des großen Frauen-Dompteurs eine schüchterne Liebesbedürftigkeit hervor, die er sorgsam zu verdrängen sucht? Eliza jedoch steigt aus. Sie wirft dem „lieben Gott“ Henry Higgins die Pantoffeln an den Kopf und gibt ihm Nachhilfeunterricht in der Behandlung eines Menschen. Higgins verletzte Eigenliebe mündet in Wut. Wer erzieht hier eigentlich wen?

Nach George Bernard Shaws Komödie „Pygmalion“ schufen Frederick Loewe und Alan Jay Lerner 1956 ein Musical, das weltweit zu einer gigantischen Erfolgsstory wurde und dessen Melodien noch heute als Hits um die Welt gehen.

PREMIERE Samstag, 20. Oktober 2018 | Großes Haus

Präsentiert von

Besetzung

Musikalische Leitung Alexander Merzyn
Regie Michael Wallner
Bühne Till Kuhnert
Kostüme Nicole Lorenz
Choreografie Bart De Clercq
Choreinstudierung Christian Georgi
Dramaturgie Dr. Carola Böhnisch
Musikalische Assistenz Frank Bernard
Bo-Kyoung Kim
Andreas Simon
Chorassistenz Christian Georgi
Regieassistenz AnnaLisa Canton
Heidemarie Stärk
Henry Higgins Holger Hauer
Henry Higgins Christian Henneberg
Henry Higgins Heiko Walter
Eliza Doolittle Eve Rades
Eliza Doolittle Katrin Hauptmann
Alfred P. Doolittle Ulrich Schneider
Oberst Pickering Andreas Jäpel
Freddy Eynsford-Hill Hardy Brachmann
Martin Shalita
Mrs. Higgins Gesine Forberger
Mrs. Pearce Carola Fischer
Ein Butler Thomas Pöschel
Mrs. Hopkins Sandra Bösel
Mrs. Eynsford-Hill Beate Dittmann-Apel
1. Obsthändler Kai Marco Salewsky
2. Obsthändler Nathaniel Kondrat
3. Obsthändler Nils Stäfe
Major Domus Thorsten Coers
Prof. Zoltan Karpathy Hans Anacker
Mann aus Selsey Hans Anacker
Mann aus Hoxton Matthias Bleidorn
The King Ji-Won Park
Ein Schlafender Ingolf Czerny
Jamie Dirk Kleinke
Harry Ingo Witzke
Lord Boxington Matthias Bleidorn
Lady Boxington Katharina Dittmar
Griechischer Botschafter Ji-Won Park
Königin von Transsylvanien Beate Dittmann-Apel
Der Prinzgemahl Jhonatan Arias Gómez
Zofe bei Mrs. Higgins Mariette Jansen van Rensburg
Stimme George Michael Wallner
Stubenmädchen Damen des Opernchores
Die Wachtmeister Damen und Herren des Balletts
Leute von der Straße, Passanten, Blumenmädchen, Marktleute, Gäste der Botschaft, Damen und Herren der Gesellschaft, Dienstboten Damen und Herren des Opernchores und des Balletts
Es spielt das Philharmonische Orchester.

Hinweise

  • Dauer: ca. 2:55 Std. mit Pause
Rezensionen

Irene Constantin | Lausitzer Rundschau | 22.10.2018

„Die Musiktitel sind der unfehlbare Erfolgsgarant jeder Aufführung; so auch in Cottbus. Alexander Merzyn fand nicht nur das richtige Tempo und den perfekt runden Schwung für die Melodien, die ja gute 60 Jahre auf dem Buckel haben; man mag es kaum glauben. Merzyns Orchestersound hatte folgerichtig genau den Hauch von Nostalgie, der einem 1956 in Amerika uraufgeführten und 1961 in Deutschland herausgekommenen Werk der ‚heiteren Muse‘ ansteht. Jede der 17 Musiknummern war eine Freude für sich. Leicht modernisiert im Stimmklang sang die Musicalsängerin Eve Rades die Eliza Doolittle, fein differenziert im sehr unterschiedlichen Ausdruckscharakter ihrer Lieder, witzig vor allem im Umgang mit dem ‚feinen‘ Ton. Als blonde Ballkönigin war Rades beeindruckend.“

Claus Fischer | Kulturradio vom rbb | 22.10.2018

„Die meisten Szenen lässt der Regisseur in der Villa von Henry Higgins spielen, in einem Saal mit mächtigen Säulen aus schwarz-grauem Marmor, die mit Köpfen mythologischer Gestalten verziert sind: detailgetreuer Jugendstil, dazu ein passender Kamin, in dem ständig das Feuer lodert. Das Ganze korrespondiert übrigens hervorragend mit dem Jugendstil-Interieur des Cottbuser Staatstheaters. […] Höchst amüsant sind die Tanzeinlagen – da hat sich Choreograf Bart De Clercq einige Gags einfallen lassen, die das Ganze auch über die Handlung hinaus lebendiger machen. […] Die junge Berlinerin Eve Rades gab eine anfangs herrlich freche Eliza, bei der man merkte, dass ihr das ‚Icke, dette, kieke mal‘ wirklich aus dem Herzen kam. Und die ihre Mutation zur Dame der Gesellschaft herrlich auslebte auf der Bühne. Holger Hauer gab einen herrlich fiesen Professor Higgins, der aber auch am Schluss die Verletzlichkeit unter seiner rauen Schale gut zur Darstellung brachte.“

Simone Noack | niederlausitz-aktuell.de | 20.10.2018

„Eine Premiere, die gelungener nicht sein konnte! Langanhaltenden Applaus gab es vom begeisterten Publikum für alle Darsteller, das Orchester und Regisseur Michael Wallner.“

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