U
L
L

Musiktheater

Otello

F

Dramma lirico in vier Akten von Giuseppe Verdi

Libretto von Arrigo Boito nach der Tragödie „Othello, der Mohr von Venedig“ von William Shakespeare

Eigentlich hatte Verdi genug von der Opernkomposition. Nach „Aida“ (1871) sollte Schluss sein damit. Doch Verdi hatte die Rechnung ohne seinen Verleger Giulio Ricordi gemacht. Der versuchte unermüdlich, Verdi für ein neues Opernprojekt zu begeistern. Schließlich gelang es ihm, Verdi mit dem Komponisten und Librettisten Arrigo Boito zusammen zu bringen. Die beiden kannten sich, hatten aber noch kein größeres gemeinsames Vorhaben realisiert. In seinen jungen Jahren hatte Boito sogar heftig gegen Verdi und andere etablierte Komponisten polemisiert. 1879 jedoch entwarf er ein Szenario zu „Otello“, das Verdis Aufmerksamkeit erregte. Nach Jahren intensiver Zusammenarbeit beendete Verdi die Partitur Ende 1886.

Boito griff auf die damals neueste französische Übersetzung von Shakes­peares Tragödie zurück. Verdi und er hielten sich so weit wie möglich an die literarische Vorlage und suchten zugleich die musikdramatische Wirkung. Hierzu orientierten sie sich am Libretto von Rossinis „Otello“ (1816).

Die Kooperation zweier Meister ihres Fachs führte zu einer ungeheuer packenden, psychologisch fein ausgedeuteten Darstellung der Geschichte um den erfolgreichen Feldherrn Otello, den sein von Hass getriebener Widersacher Jago dazu bringt, die eigene Frau Desdemona aus Eifersucht zu töten und damit zugleich die eigene Existenz zu vernichten.

PREMIERE Samstag, 25. April 2020 | Großes Haus

Besetzung

Musikalische Leitung Alexander Merzyn
Regie Jasmina Hadžiahmetović
Bühne/Kostüme Natascha Maraval
nach oben D