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Musiktheater

Papagenos Zauberflöte

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Geschichte mit Musik von Michael Böhnisch für alle ab 6

Nach „Die Zauberflöte“ von Wolfgang Amadeus Mozart
Uraufführung

Es geschieht mitten in einer Gute-Nacht-Geschichte vorm Einschlafen: Plötzlich verschwinden die Wände des Kinderzimmers und eine Abenteuerreise beginnt. Sie führt ins Zauberreich der schillerend schönen, machtbesessenen Königin der Nacht. Hier suchen Papageno und der zaghafte Prinz Tamino die Prinzessin Pamina, in deren Bild sich Tamino verliebt hat. Drei gefährliche Prüfungen müssen die Abenteurer bestehen, die ihren Mut, ihre Intelligenz und ihre Freundschaft auf die Probe stellen. Es gelingt ihnen, aus dem Palast der Königin den goldenen Schlüssel zu beschaffen und damit die Prinzessin zu befreien. Aber wie können sie das Nachtzauberreich wieder verlassen? Wie kommen sie unbeschadet durch das Feuertor, das Sarastro hütet? Und was ist eigentlich mit dem „Mädchen oder Weibchen“, das sich Papageno so sehnlich wünscht?

In PAPAGENOS ZAUBERFLÖTE schlüpft ein erzählender Vater in die Rolle des Papa-geno und erfindet für sein Kind die Geschichte von Mozarts „Zauberflöte“ neu. Die großen Probleme der Oper werden zu nachvollziehbaren Konflikten für Kinder, für deren Lösung es nicht unbedingt der Kraft einer Zauberflöte bedarf. Diese Geschichte mit Musik soll jungen Menschen (am besten natürlich in Begleitung ihrer Eltern!) einen Weg in die einzigartige Erlebniswelt der Oper eröffnen.

PREMIERE Sonntag, 1. Februar 2015 | Kammerbühne

Gefördert durch das Bundesprogramm „Toleranz fördern – Kompetenz stärken“ – unterstützt durch den Verein der Freunde und Förderer des Staatstheaters Cottbus e.V.


Präsentiert von 

Besetzung

Musikalische Leitung Bo-Kyoung Kim
Regie Hauke Tesch
Bühne/Kostüme Gundula Martin
Dramaturgie Dr. Carola Böhnisch
Regieassistenz Heidemarie Stärk
Papageno, Vogelfänger/Papa Christian Henneberg
Tamino, Prinz/Onkel Tino Hardy Brachmann
Königin der Nacht, Herrscherin im Nachtzauberreich N. N.
Pamina/Tante Pina Debra Stanley
Sarastro, Hüter des Feuertores Ingo Witzke
Sarastro, Hüter des Feuertores Ulrich Schneider
Papagena, Dienerin Paminas/Mama Anika Paulick
Monostatos Dirk Kleinke
Scherge Matthias Bleidorn
Scherge Florin Emilian Calita
Scherge Heiko Walter
Scherge Jarosław Mielniczuk
Ein Kind Emil Grunske
Ein Kind Eric Pöschel
Ein Kind Falk Wolke
Es spielen Mitglieder des Philharmonischen Orchesters.

Hinweise

  • Dauer: ca. 1:35 Std. mit Pause
Bewertungen
Rezensionen

4 Kleinkoschener | 26. Juni 2018 um 7:56 Uhr

Unseren Kindern (2x9 Jahre) und uns hat die Vorstellung sehr gut gefallen. Das Thema wurde wirklich sehr gut verständlich für Kinder und Opernlaien aufgearbeitet. Man kann dieses Stück Kindern und Schulklassen nur empfehlen.

Verfasst am Montag, dem 02.03.2015 um 21:15 Uhr

Gabriele Gorgas | Lausitzer Rundschau | 03.02.2015

„Das Staatstheater Cottbus hat am Wochenende auf dem Weg ins ‚Zauberreich Oper‘ auch mit jungen Besuchern als Uraufführung ‚Papagenos Zauberflöte‘ herausgebracht. Eine ‚Geschichte mit Musik von Michael Böhnisch für alle ab 6‘, die dicht dran und dennoch frei nach Mozart und dem Libretto von Emanuel Schikaneder erzählt ist. Dieses ineinander verquickte Spiel mit Bekanntem und Neuem ist Böhnisch bestens gelungen und macht ganz offensichtlich Besuchern jeglichen Alters Spaß. Wie auch in der Pause und gleich nach der Premiere zu erleben ist, wenn eine muntere Kinderschar mit entfesseltem Bewegungsdrang die Geschichten aufgreift. Entstanden ist für „Papagenos Zauberflöte“ eine Art Rahmenhandlung, in der sich ein Kind vor dem Schlafengehen vom Vater noch trickreich eine Gutenacht-Geschichte ergattert. Und dieser hilft dann in seiner „Selbstdarstellung“ gewitzt und beherzt als Papa/Papageno dem Prinzen Tamino (Onkel Tino) über alle Gefahren hinweg, sodass sie letztlich beide ihre „Traumfrauen“ erobern können. Da muss auch keiner im Publikum auf bekannte Details verzichten wie Kampf mit der Schlange, auf Feuertor oder Glockenspiel und ab und an, wenn der Papageno-Vater nach einer Lösung sucht, gibt ihm sein pfiffiger Sohnemann vom Bett aus Ratschläge. Verständlich, dass Falk Wolke, der zur Premiere diese Rolle spielt, beim Schlussbeifall einen ganz besonderen Auftritt inmitten des Ensembles hat. Er wirkt wie ein Abgesandter der jungen Zuschauer, ist nah am Geschehen, liebt und durchlebt die Geschichte, greift beispielsweise auch ein, wenn er Papageno die geliebte Flöte gibt. Das macht die Erzählweise auch für Kinder spannend, dass da nicht nur pure Helden und Bösewichter auftauchen, sondern sich die Gestalten entwickeln und verändern […] Die Geschichte erscheint in der nachzuvollziehenden Sichtweise von Michael Böhnisch liebenswert heutig, und auch die Inszenierung von Hauke Tesch erzählt glaubhaft und schlüssig von den Ereignissen, die zwischen der Fantasiewelt und einer erfahrbaren Realität wechseln. Nicht minder ist auch das musikalische Geschehen so ineinander verquickt, dass das Stück in sich stimmig ist. Zudem bietet der begrenzte Saal auch die schöne Gelegenheit, den im Zuschauerraum musizierenden Mitgliedern des Philharmonischen Orchesters bei ihrem Spiel unter Leitung von Frank Bernard ganz aus der Nähe zuschauen zu können. Es ist auch nicht zu überhören, dass in der Premiere ein im Zusammenklang der Stimmen bemerkenswertes Ensemble zusammengeführt ist. Und ebenso agieren die Sänger als Darsteller so überzeugend, dass man sehr genau spüren kann, wie viel Spaß sie selbst bei ihrem Spiel haben […] Mit vielen liebenswerten Ideen und erfrischend variierenden Kostümen hat ebenso Gundula Martin dafür gesorgt, dass sich die Kammerbühne wie auch die Darsteller ständig fantasievoll verwandeln können.“

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