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Philharmonische Konzerte

1. Philharmonisches Konzert

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Vor 150 Jahren starb in Paris Gioacchino Rossini (1792-1868), der bis 1829 in knapp zwei Jahrzehnten 39 Opern geschrieben und dabei den Stilwandel der italienischen Oper hin zur Romantik maßgeblich vorangebracht hatte. In der zweiten Hälfte seines Lebens wandte er sich der Kochkunst zu. Gelegentlich komponierte er noch, in erster Linie aber war er beliebter Gastgeber und besaß großen Einfluss im Musikleben von Paris, einer Schaltzentrale des europäischen Musikgeschäfts. Dorthin war er 1855 zurückgekehrt, nach Jahren, die er in Italien verbracht hatte. Dass man auf ihn hörte, war er gewohnt. Bereits 1826 hatte er die Ämter des Hofkomponisten und Generalinspekteurs des Gesangs in Frankreich inne, die er 1830 infolge der Julirevolution aufgeben musste. „Die Italienerin in Algier“ ist eine seiner frühen Opern, sie entstand 1813. „Wilhelm Tell“ hingegen schrieb er 1829 als seine letzte Oper. Zwischen diesen beiden liegt die „Messa di Gloria“ (1820), das umfangreichste geistliche Werk seiner Zeit als Opernkomponist. Der Name weist auf den besonderen Charakter der entsprechenden Messen hin: Sie enthalten nur das Kyrie und das Gloria der liturgischen Messe.

Der Dirigent und Komponist Christoph Breidler (*1986) versteht sich als Forscher, der Musik durchdringt und in ihrem Kern erfahrbar macht.

„Ich gebe zu, dreimal in meinem Leben geweint zu haben: als meine erste Oper durchfiel, als ich Paganini die Violine spielen hörte und als bei einem Bootspicknick ein getrüffelter Truthahn über Bord fiel.“ Gioacchino Rossini

GIOACCHINO ROSSINI
Ouvertüre „Die Italienerin in Algier“
Ouvertüre „Wilhelm Tell“
Messa Di Gloria

CHRISTOPH BREIDLER
„Ouvertüre für Orchester“ | Auftragswerk des Staatstheaters | Uraufführung

Cornelia Zink (Sopran)
Rahel Brede (Alt)
Eric Stokloßa (Tenor)
Dirk Kleinke (Tenor)
Ingo Witzke (Bass)
Opernchor des Staatstheaters
Sinfonischer Chor der Singakademie Cottbus e.V.
Philharmonisches Orchester
Dirigent: Daniele Squeo

Freitag, 7. September 2018 und Sonntag, 9. September 2018 | Großes Haus

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