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Philharmonische Konzerte

1. Philharmonisches Konzert 2019/2020

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ÖSTERREICH

Den roten Faden durch die Konzertsaison 2019/20 spinnt eine musikalische Reise durch die europäischen Nachbarländer – auf der Spur von Neuentdeckungen wie „Lieblingsstücken“, vor allem aber im Sinne wechselseitiger Inspiration. Im Großen Haus werden dazu thematisch passende Bilder aus dem Bestand des Brandenburgischen Landesmuseums für Moderne Kunst gezeigt, und auch das Angebot der Theatergastronomie repräsentiert an den Konzertabenden das jeweilige „Gastland“.

Als erste Station seiner „Tour d’Europe“ begibt sich das Orchester nach Österreich und springt mit der Uraufführung des „Periculum für symphonisches Orchester“ von Philipp Manuel Gutmann mitten hinein in eine zeitgemäß lebendige Musik. „Periculum“ gleich Gefahr – oder doch eher funkensprühender Zauber à la Harry Potter?

Zwei „unvollendete“ Werke folgen: zunächst die von der Nachwelt mit eben diesem Titel belegte Sinfonie Franz Schuberts, ein echtes Kultstück dank ihrer liedhaften Themen und warmen Orchesterfarben. Niemand jedoch weiß, warum Schubert die Sinfonie nicht klassisch viersätzig zu Ende komponierte. War er mit dem vorhandenen Satzpaar vielleicht so zufrieden, dass er fand, dem sei nichts hinzuzufügen? Bruckner dagegen starb über seiner 9. Sinfonie, deren Finale nur in Skizzen überliefert ist. An jedem vorhandenen Takt jedoch hat er akribisch gefeilt, alles scheint in vollendetem Bezug zueinander zu stehen, und die Musik hat überwältigende Kraft. Gewidmet ist sie dann auch, wie Bruckner Freunden erzählte, keinem Geringeren als „dem lieben Gott“.

PHILIPP MANUEL GUTMANN (*1993)
Periculum für sinfonisches Orchester | Auftragswerk (UA)

FRANZ SCHUBERT (1797-1828)
Sinfonie Nr. 7 h-Moll „Die Unvollendete“

ANTON BRUCKNER (1824-1896)
Sinfonie Nr. 9 d-Moll

Philharmonisches Orchester
Dirigent: Alexander Merzyn

Hinweise

Konzerteinführung eine halbe Stunde vor Beginn im 2.-Rang-Foyer

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