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Philharmonische Konzerte

2. Philharmonisches Konzert

Von treuer Gattenliebe

Von „treuer Gattenliebe“ handelt Beethovens „Fidelio“. Seine Heldin Leonore nimmt für ihren Ehemann jede Erniedrigung auf sich und ist sogar bereit zu sterben. Die Ouvertüre exis­tiert – genau wie die Oper selbst – in mehreren Bearbeitungen. So entstand etwa die LEONOREN-OUVERTÜRE NR. 1 für eine nicht realisierte Aufführung der zweiten Fassung der Oper.

Mit 16 Jahren komponierte Clara Wieck, die spätere Clara Schumann, ihr KLAVIERKONZERT A-MOLL. Die technischen Herausforderungen des Soloparts zeugen von den Fähigkeiten der jungen Komponistin, die als gefeierte Klaviervirtuosin bei der Uraufführung selbst am Flügel saß. Im zweiten Satz versteckt sich eine Liebeserklärung an den Cellisten August Theodor Müller: Klavier und Solocello im sehnsüchtigen Zwiegespräch.

TROIS FEMMES DE LEGENDE (Drei Frauen der Legende) über­schrieb die Komponistin Mélanie Bonis drei im Laufe ihres Lebens entstandene Orchesterwerke. Salome, Ophelia und Cleopatra sind die Titelheldinnen. Musikalische Frauenklischees werden hier sinnlich umspielt und mit leichter Hand gebrochen.

1840 heirateten Clara Wieck und Robert Schumann. „Das erste Jahr unserer Ehe sollst Du die Künstlerin vergeßen, sollst nichts als Dir u. Deinem Haus und Deinem Mann leben…“, schrieb der frischgebackene Ehemann. Lautes Klavierspiel störte ihn bei der Arbeit. Im Frühjahr 1841 entstand gerade ein ambitioniertes Werk, OUVERTÜRE. SCHERZO UND FINALE, mit dem sich Schumann an einen sinfonischen Neustart wagte.

Ludwig van Beethoven (1770-1827)
Leonoren-Ouvertüre Nr. 1 in C-Dur op. 138

Clara Schumann (1819-1896)
Klavierkonzert Nr. 1 op. 7

Mélanie Bonis (1858-1937)
Trois Femmes de légende

Robert Schumann (1810-1856)
Ouvertüre, Scherzo und Finale E-Dur op. 52

Besetzung

Klavier Mariam Batsashvili
Philharmonisches Orchester
Musikalische Leitung Stefan Vladar

Hinweise

  • Dauer: ca. 1.40 Std. (mit Pause)
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