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Philharmonische Konzerte

2. Philharmonisches Konzert

Neue Zeiten, neue Künste

Komponisten stehen nicht im leeren Raum. Entwicklungen der Technik, Vorlieben der Zeit treiben ihre Arbeit eben­so voran wie das politische Weltgeschehen. Andersherum können Kompositionen Impulse geben, womöglich sogar neue Epochen einleiten. So Mozarts KLARINETTENKONZERT IN A-DUR, geschrieben 1791 im letzten Lebensjahr des Komponisten für den befreundeten Bassettklarinettisten Anton Stadler. Die Klarinette war zu dieser Zeit als Solo­instrument unbekannt. Es brauchte einen herausragenden Interpreten wie Stadler, einen Komponisten wie Mozart, um hier Neues zu schaffen: Das Konzert wurde zum Grund­stein für ein ganzes Repertoire.

Eine Hommage an Mozart ist auch Richard Strauss’ Sonatine FRÖHLICHE WERKSTATT. Der Komponist schrieb sie – gar nicht fröhlich – in den letzten Jahren des 2. Weltkrieges unter dem Eindruck der zerstörten Städte. Vor dem Kriegsgeschehen flieht Strauss nach innen, hin zur musikalischen Tradition: Seine in der Instrumentierung an Mozarts „Gran Partita“ an­gelegte Sonatine widmete er „Den Manen des göttlichen Mozart am Ende eines dankerfüllten Lebens“.

Heutzutage bestimmen die Neuen Medien auch die Welt der Musik: Aber kann eine Tonaufnahme die Wirklichkeit ab­bilden? Für das Philharmonische Orchester des Staatstheaters Cottbus entsteht zu diesem Thema ein Auftragswerk von Kaspar Querfurth.

Richard Strauss (1864-1949)
Sonatine Nr. 2 Es-Dur für 16 Bläser, „Fröhliche Werkstatt“

Kaspar Querfurth (*1990)
„Pasar calle“ ○ Uraufführung

Wolfgang Amadeus Mozart (1756-1791)
Klarinettenkonzert A-Dur KV 622

Besetzung

Philharmonisches Orchester
Dirigent & Klarinette Paul Meyer

Hinweise

  • Dauer: ca. 80 Min ohne Pause
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