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Philharmonische Konzerte

3. Philharmonisches Konzert 2018/2019

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Peter Tschaikowski und Sergej Rachmaninow sind die großen russischen Romantiker. Beide litten an starken Selbstzweifeln und Depressionen, immer wieder schlugen sich in den Kompositionen die Schattenseiten ihres Lebens nieder. Tschaikowskis innere Widersprüche zeigen sich in der Entstehungsgeschichte seiner fünften Sinfonie: Zehn Jahre waren seit der Uraufführung der vierten vergangen, als er Ende Juni 1888 die Arbeit an ihr begann. Die anfängliche Befürchtung, keine Ideen und keine Kraft mehr für ein solch gewichtiges Werk zu haben, wichen bald der Erleichterung: „Jetzt aber scheint Erleuchtung auf mich herabgesunken zu sein“, schrieb er an Nadeshda von Meck. Doch Skepsis blieb. Man mag in diesen Umständen auch eine Ausprägung der Angst vor der Favoritenrolle sehen. Tschaikowski war Ende der 80er Jahre auf dem Höhepunkt seiner Popularität. Für ihn blieb die Fünfte sein „Schmerzenskind“, beim Publikum ist sie überaus beliebt.

Sergej Rachmaninow schrieb sein erstes Klavierkonzert, sein op. 1, als 17-Jähriger. Hier finden sich die düsteren Züge seiner späteren Werke noch nicht. Umso mehr zeugt die Musik vom Talent eines aufstrebenden Musikers, der zu einem der bedeutendsten Pianisten des 20. Jahrhunderts werden sollte.

Constant Goddard (*1992) verwandelt die vielen Eindrücke seiner Umwelt musikalisch in ein organisch Ganzes.

„Das ist das Fatum, jene verhängnisvolle Macht, die hindert, dass die Sehnsucht nach Glück zum Ziel gelangt, die eifersüchtig darüber wacht, dass Wohlergehen und Ruhe nicht vollständig und ungetrübt sind, … und man bezwingt es nie.“ Peter Tschaikowski

CONSTANT GODDARD
Bliss and Anguish | Auftragswerk des Staatstheaters | Uraufführung

SERGEJ RACHMANINOW
1. Klavierkonzert

PETER TSCHAIKOWSKI
5. Sinfonie

Bernd Glemser (Klavier)
Philharmonisches Orchester
Dirigent: Alexander Merzyn

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