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Philharmonische Konzerte

3. Philharmonisches Konzert

Hohelied auf die Natur

Zwei sinfonische Pastoralen bilden den Rahmen dieses Konzerts. In Beethovens SINFONIE NR. 6 beschreibt der Komponist, der selbst die Natur und die Ruhe, die sie ihm spendete, über alles liebte, die Eindrücke eines Stadtmenschen beim Wandeln durch die ungestörte Landschaft. Dabei ist die Musik, „mehr Ausdruck der Empfindung als Malerei“, doch neben dem entspannten Ankommen bei sich selbst und dem gutgelaunten Beisammensein der Landleute, lässt die Sinfonie ganz konkret das Plätschern eines Bachs, zwitschernde Vögel sowie ein veritables Gewitter ertönen.

Auch den australischen Komponisten Brett Dean inspirierte seine eigene Naturverbundenheit zu einer PASTORAL SYMPHONY, in der jedoch das genüssliche Aufnehmen der Klänge, die ihm durch das geöffnete Fenster entgegenwehen, von einem immensen Verlustgefühl angesichts der Zerstörung und des Absterbens der Natur in unserer Zeit durchkreuzt wird: Musik, die den schleichenden Übergang vom Gesang der Vögel in den seelenlosen Lärm einer technisierten Welt beschreibt.

Das VIOLAKONZERT von William Walton aus dem Jahr 1929 ist eines der herrlichsten Werke für dieses zweifellos meistunterschätzte Instrument. Es bietet Musik in sinnlich-dunklen Farben, die die Viola beseelt singen lässt, die dem Spieler jedoch auch maximales technisches Geschick abverlangt.

Brett Dean (*1961)
Pastoral Symphony

William Walton (1902-1983)
Violakonzert

Ludwig van Beethoven (1770-1827)
Sinfonie Nr. 6 F-Dur „Pastorale“

Besetzung

Viola N. N.
Philharmonisches Orchester
Dirigent Golo Berg
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