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Philharmonische Konzerte

6. Philharmonisches Konzert 2018/2019

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Im Mittelpunkt des italienischen Musikschaffens im 19. Jahrhundert stand die Oper, sehr zu Lasten der Instrumentalmusik. Um 1900 setzte eine Gegenbewegung ein: Die Komponisten der „Generation 1880“, zu denen Ottorino Respighi (1879-1936) gehörte, rückten letztere ins Zentrum ihres Interesses. Respighi knüpfte zunächst an die italienischen Traditionen des 17. und 18. Jahrhunderts an mit Bearbeitungen von Sonaten u. a. Vivaldis. Mit „Fontane di Roma“ (Brunnen Roms) stellte er 1916 ein Werk vor, das den Geist der Orchestermusik Debussys, Strauss‘ und Rimski-Korsakows atmete und als wichtiges Beispiel für das Erstarken des italienischen sinfonischen Schreibens genommen wurde. Die sinfonische Dichtung zeichnet Stimmungsbilder von vier römischen Brunnen, „und zwar jedes Mal zu der Tageszeit, wenn ihre Eigenart am meisten mit der betreffenden Umgebung übereinstimmt, oder ihre Schönheit auf den Betrachter den größten Eindruck macht“, wie Respighi anmerkte. 1924 komponierte er eine weitere sinfonische Dichtung, diesmal widmete er sie Pinien an verschiedenen Standorten innerhalb Roms.

Ludwig van Beethoven (1770-1827) schrieb nur sein drittes Klavierkonzert in einer Moll-Tonart und experimentierte in ihm mit Elementen der Sinfonie.

In Sarah Nemtsovs (*1980) Auftragswerk begegnen sich Deutschland und Polen.

„Die „Fontane di Roma“ werden losrauschen und mit ihren Kaskaden das Publikum überschwemmen! Hoffen wir, dass nicht zu stark gepfiffen wird!“ Ottorino Respighi

OTTORINO RESPIGHI
Fontane Di Roma
Pini Di Roma

SARAH NEMTSOV
Brandenburgisches Doppelkonzert, Auftragswerk des Staatstheaters | Uraufführung

LUDWIG VAN BEETHOVEN
3. Klavierkonzert

Giuseppe Guarrera (Klavier)
Philharmonisches Orchester
Dirigent: Felix Bender

Förderprogramm des Bundes „Exzellente Orchesterlandschaft Deutschland“

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