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Philharmonische Konzerte

7. Philharmonisches Konzert 2018/2019

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Musik wird gerne als universelle Sprache bezeichnet, die Menschen über Grenzen hinweg verbindet. Gerade die Romantiker verstanden Musik als Medium, in dem sich die innere Natur des Menschen weitgehend unvermittelt äußern und zugleich in Kontakt mit der ihn umgebenden Natur treten kann.

Peter Tschaikowski (1840-1893) komponierte im Geist der Spätromantik aus russischer Perspektive. Er gilt als der russische romantische Komponist schlechthin. In der Musik verarbeitete er seine starken inneren Konflikte. Im Mittelpunkt seines instrumentalmusikalischen Denkens stand die Selbstbehauptung des Individuums angesichts eines feindlich gesonnenen Schicksals. Die vierte Sinfonie gilt als jene mit dem stärksten Bezug zu seiner Biografie. Einem völlig anderen Verständnis von Musik entsprang die Ouvertüre „1812“. In der Tradition der Schlachtenmusik schildert sie den Sieg der russischen Truppen über Napoleons Grande Armée – unversöhnlicher Konflikt statt Verständigung. Tschaikowski stellte in diesem Auftragswerk seine meisterhafte Beherrschung musikalischer Effekte unter Beweis, machte aber zeitlebens deutlich, dass die Ouvertüre nicht seinem eigentlichen künstlerischen Verständnis entsprach.

In Dmitri Kourliandskis (*1976) Auftragswerk begegnen sich Russland und Deutschland.

„Die Vergangenheit zu bereuen, auf die Zukunft zu hoffen und nie mit der Gegenwart zufrieden zu sein: Damit verbringe ich mein Leben.“ Peter Tschaikowski

PETER TSCHAIKOWSKI
Ouvertüre „1812“
4. Sinfonie

DMITRI KOURLIANDSKI
„Der Golem“ | Brandenburgisches Doppelkonzert 4,  Auftragswerk des Staatstheaters | Uraufführung

Nicole Chevalier (Sopran)
Alexander Markovich (Klavier)
Philharmonisches Orchester
Dirigent: Roger Epple

Förderprogramm des Bundes „Exzellente Orchesterlandschaft Deutschland“

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