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Musiktheater

Sekretärinnen

Eine musikalische Revue von Franz Wittenbrink

Wussten Sie schon, dass 230 pro Minute die Mindestanforderung an Fachkräfte sind? Und dass man, um Weltmeisterin zu werden, locker über 800 schaffen sollte? Die Rede ist von Anschlägen auf einer Tastatur. Es geht um das Kerngeschäft der „Fachkauffrau für Büromanagement“. Einfacher gesagt: der Sekretärin.

Tippen – Protokollieren – Tippen – Abheften – Tippen – Telefonieren … und natürlich Kaffee kochen für den Chef. Franz Wittenbrink geht es in seinem Liederprogramm weniger um das korrekte heutige Berufsbild als um unterschiedliche Sekretärinnen-„Typen“ in einem Großraumbüro. Da gibt es zum Beispiel den Vamp. Er kann mit perfekt lackierten Fingernägeln und hochhackigen Schuhen vor allem sich selbst im Geschäft voranbringen, zumindest würde er es gerne auf einen Versuch ankommen lassen. Oder den Zerberus, der wie der antike Höllenhund den Chef bewacht und unliebsame Gäste notfalls bissig verscheucht. Das schüchterne Hausmütterchen will es ausgleichend allen recht und gemütlich machen, was meistens schiefgeht. Ihnen und vielen Weiteren begegnen wir in dem Liederabend SEKRETÄRINNEN, der mit Titeln aus den unterschiedlichsten Musikgenres wie Pop, Soul, Schlager und Volksmusik durch die hochemotionalen Ebenen des Arbeitslebens führt. Da werden rhythmisch klappernde Schreibmaschinen lebendig und der einzige graue Büroangestellte zum angehimmelten Traummann. Zwischen absoluten Klischees und tiefen Wahrheiten sind verstohlene Beichten, aggressive Ausbrüche und heimliche Träume zu erleben.

Nach Wittenbrinks MÄNNER (acht Männer und eine Frau) präsentiert das Staatstheater nunmehr acht Frauen und einen Mann in der Musikrevue SEKRETÄRINNEN, die deutschlandweit seit 1995 Kult geworden ist. Sie lebt von ihrem ganz speziellen Humor, von skurrilen Überraschungen und dem unwiderstehlichen Sex-Appeal der sehr unterschiedlichen lebens- und liebeshungrigen Damen.

PREMIERE Freitag, 26. Januar 2018 | Kammerbühne

Präsentiert von

Besetzung

Musikalische Leitung Frank Bernard
Regie Thomas Weber-Schallauer
Bühne und Kostüme Gundula Martin
Dramaturgie Bernhard Lenort
Choreografische Mitarbeit und Regieassistenz AnnaLisa Canton
Darstellerin Rahel Brede
Darstellerin Carola Fischer
Darstellerin Gesine Forberger
Darstellerin Katrin Hauptmann
Darstellerin Mirjam Miesterfeldt
Darstellerin Debra Stanley
Darstellerin Janneke Thomassen
Darsteller Thorsten Coers
Darsteller Heiko Walter
Am Flügel Frank Bernard

Hinweise

  • Dauer: ca. 1:45 Std. mit Pause
Bewertungen
Rezensionen

Janet Thomalsky | 29. Januar 2018 um 20:25 Uhr

Ein wunderbarer, spaßiger und kurzweiliger Abend. Das Stück „Männer“ war schon toll. Und die „Sekretärinnen“ stehen dem in nichts nach. Ich bin immer wieder fasziniert darüber, wie vielseitig unser wundervolles Opernensemble ist. Mir ist es stets eine große Freude, diesen wunderbaren Sängerinnen und Sängern auf der Bühne zuhören und zuschauen zu dürfen. Für mich sind die „Sekretärinnen“ absolut empfehlenswert!! Ich komme bestimmt wieder. ;-)

Michael | 28. Januar 2018 um 18:18 Uhr

Ein kurzweiliger sehr unterhaltsamer Musikabend für Jederman. Ich war mit meiner Frau bei diesem Stück. Wir fühlten uns sehr gut unterhalten. Szenen zum Lachen und Lieder zum Mitsingen bzw. Mitsummen. Empfehlenswert! Vielen Dank dem Ensemble. Daumen HOCH

Jürgen Heinrich | Der Märkische Bote | 17.02.2018

„Perfekt herausgearbeitet sind sechs gänzlich unterschiedliche Frauentypen, die sich in diesem relativ kurzen Spiel auch noch aufregenden Wandlungen zu unterziehen haben. Carola Fischer, Gesine Forberger, Liudmila Lokaichuk, Debra Stanley, Janneke Thomassen und Rebekka Reister (für die erkrankte Lisa Huk aus der Premiere) ließen keinen Zweifel, dass in einem Großraumbüro Langeweile ausgeschlossen ist. Das Stück schließt in seiner Idee an die gleichermaßen erfolgreiche Inszenierung ‚Männer‘ an, die der gleiche Regisseur lieferte.“

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Ida Kretzschmar | Lausitzer Rundschau | 29.01.2018

„Eine verrückte Liedermischung ist das, die sich aus diesem Großraumbüro ergießt. Gesprochen wird kein Wort. Nach dem Motto: Was man nicht sagen kann, lässt sich singen. […] Ein Zahlenlabyrinth umrahmt das sterile Großraumbüro. Von wegen steril. Drinnen ploppen die Emotionen. Sechs adrette Sekretärinnen bringen Licht und Farbe in das Zahlenkarussell. […] Wann hat man die Sängerinnen des Cottbuser Opernensembles je so ausgeflippt erlebt? Wehe, wenn sie losgelassen werden! Jede der Vorzimmerdamen ist eine Type für sich, was im Zusammenspiel unterschiedlicher Stimmen und Temperamente nicht nur zu einer Augenweide, sondern auch zur Ohrenweide wird. Liudmila Lokaichuk verwandelt sich in einen blonden Vamp in Minirock und Stilettos, die seufzt: ‚Ich bin zu geil für diese Welt.‘ Mit roter Lockenmähne verkündet Gesine Forberger: ‚Ich habe Probleme mit der Identität.‘ Carola Fischer, offenbar die Bürovorsteherin, beichtet mit viel Sinn fürs Komödiantische: ‚Ich bin nicht die fromme Helene. Aber ich könnte es sein. ‘ Debra Stanley klagt hingebungsvoll: ‚Fremder Mann…‘ Janneke Thomassen und Lisa Huk lassen es als Gäste mit ihrer Musicalausbildung ordentlich rocken in dieser musikalischen Revue, für die Gundula Martin typgerechte Kostüme und die Großraumbürobühne entworfen hat, in der keine der Damen nur ans Tippen und Telefonieren denkt. […] Großer Applaus und viele Vorhänge (offene Bürotüren) für diesen lustvollen Liederabend!“

Link zur vollständigen Rezension

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