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Sonderkonzerte

Von den letzten Dingen. Choral & Requiem

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In seinem achtstimmigen Werk, dem ein Choral von Martin Luther zugrunde liegt, suchte Mendelssohn Bartholdy den alten Choral mit dem romantischen Ausdrucksbedürfnis seiner Zeit zu vereinigen. Er komponierte dafür u. a. einen Effekt, der noch heute gern in der Filmmusik genutzt wird: Auf schlichte Harmonien folgen weit in die Höhe der Soprane und die Tiefe der Bässe gespreizte Akkorde, die auf den Hörer geradezu körperlich wirken.

Mozart schrieb seine 39. gemeinsam mit zwei weiteren Sinfonien im Sommer 1788. Ihn plagten Depressionen und Geldsorgen. Im Gegensatz dazu wurde das zu Mozarts Lebzeiten nie aufgeführte Werk von der Nachwelt als Ausdruck „bis zum Übermut gesteigerter Daseinsfreude“ interpretiert. Im Konzert wird die Sinfonie in Cottbus zum ersten Mal auf Originalinstrumenten dargeboten.

Drei Jahre nach der Sinfonie erhielt Mozart von einem Unbekannten den Auftrag für eine Totenmesse. Es sollte seine letzte Komposition werden. Im Oktober 1791 begann er mit der Arbeit, die er nicht vollenden konnte. Das Requiem steht innerhalb der Chorliteratur einzigartig da. Bei keiner anderen Komposition verbinden sich auf vergleichbare Weise musikalische Qualität, emotionale Wirkung, allgemeine Bekanntheit, Künstlermythos und legendenumwobene Entstehungsgeschichte.

FELIX MENDELSSOHN BARTHOLDY
Choralmotette „Mitten wir im Leben sind“

WOLFGANG AMADEUS MOZART
Sinfonie Nr. 39 Es-Dur
Requiem d-Moll

Nadja Merzyn (Sopran), Rahel Brede (Alt), Matthias Bleidorn (Tenor), Ingo Witzke (Bass)
Kammerchor der Singakademie Cottbus e.V.
Bach Consort Cottbus
Dirigent: Christian Möbius

Samstag, 24. November 2018 | Stadthaus Cottbus, Erich Kästner Platz 1

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