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Schauspiel

Antigone Neuropa – Streaming der Performance

Streaming der Performance von Filip Markiewicz und Ruth Heynen

Link zum Stream: YouTube

Das Staatstheater Cottbus zieht temporär um ins Internet und zeigt erstmals eine vollständige Inszenierung als Stream: Die Uraufführung ANTIGONE NEUROPA des polnisch-luxemburgischen Regisseurs Filip Markiewicz und der Schauspieldirektorin des Staatstheaters, Ruth Heynen, feierte vergangenes Jahr am Tag der Deutschen Einheit im Hangar 5 auf dem Flugplatz Cottbus Premiere. Nach zwei ausverkauften Vorstellungen ist die Aufzeichnung nun kostenfrei als Stream auf der Website des Theaters und des Kooperationspartners Lausitz Festival verfügbar.

Schauspiel, Tanz, Musik, Gesang und Videokunst legen sich in ANTIGONE NEUROPA in mehreren Schichten übereinander und verschmelzen so zu einer sinnlichen Performance. Es entsteht eine elektrisierende Mischung, wie es sie in Cottbus so noch nicht gegeben hat. Das Schauspielensemble unseres Theaters und internationale Gäste aus Frankreich (Claude Bardouil), Italien (Rita Cioffi), England (Jeremiah Olusola) und Luxemburg (Leila Lallali) erschaffen mit N.U. Unruh (Einstürzende Neubauten) und Lars Neugebauer („Black Friday“) ein Crossover verschiedenster Künste, dessen surrender Sound nicht mehr aus dem Kopf geht.

Neuropa – wie Europa? ANTIGONE NEUROPA versteht die deutsch-deutsche Beziehung als eine Begegnung mit Europa. Seit 1990 ist die vielbeschworene Einheit im wiedervereinten Deutschland immer wieder Thema. Auf dieses Deutschland schaut die Inszenierung und weitet den Blick dabei auf unser europäisches Erbe aus. Wie können sich die unterschiedlichen Erfahrungen miteinander verbinden? Was entsteht daraus?

„Stellt euch vor, dass sich Sprachen und Nationen verschieben, um den Migrationen menschlicher Körper Rechnung zu tragen. Stellt euch einen menschlichen Körper vor, der sich der Natur nicht überlegen fühlt“, fordert Filip Markiewicz in seinem Manifest zur „Depolitisierung des Körpers“, das von John Lennons „Imagine“ inspiriert ist, zum Nachdenken über das Verhältnis von Mensch und (Um-)Welt auf. Schon in Sophokles‘ „Antigone“ wird die Frage nach der Verantwortung des Einzelnen für die Gemeinschaft (und umgekehrt) gestellt. Wo Antigone spricht, verhandelt sie den Raum zwischen Individuum und Staat, zwischen Männlichem und Weiblichen sowie zwischen Tradition und Neuerung. In der Performance kommen nicht nur Klassiker wie Sophokles, sondern auch Texte von Seamus Heaney, Judith Butler, Hannah Arendt, Luce Irigaray, Slavoj Žižek und des Regisseurs selbst zu Wort. (Das Projekt fand im Rahmen von Filip Markiewicz’ Projekt «Ultrasocial Pop», unterstützt von der Bourse Bert-Theis, statt.)

► Seit 26. März 2021 auf der  Website des Lausitz Festival sowie dem Youtube-Kanal des Staatstheaters Cottbus kostenfrei abrufbar.

In Kooperation mit

Besetzung

Konzept, Regie, Video, Bühne, Zeichnungen Filip Markiewicz
Konzept, Textfassung, künstlerische Projektleitung Ruth Heynen
Kostüme Marie-Luce Theis, Noemi Baumblatt
Musik/Komposition Raftside, Filip Markiewicz
Choreografie Claude Bardouil
Produktionskoordination Martin Hinz
Regieassistenz Tamina Alex
Ausstattungsassistenz Maria Thiel
Tanz Claude Bardouil, Rita Cioffi, Jeremiah Olusola
Live-Percussion N.U. Unruh
Live-Schlagzeug Lars Neugebauer
Live-Gitarre, Synthesizer Filip Markiewicz
Schauspiel Sophie Bock Kai Börner Sigrun Fischer Amadeus Gollner Gunnar Golkowski Thomas Harms Ariadne Pabst Markus Paul Lisa Schützenberger
Leila Lallali
Rolf-Jürgen Gebert
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