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Spezial zur Deutschen Einheit: Anmut sparet nicht noch Mühe

30 Jahre Wiedervereinigung – ein Blick nach vorn

„Anmut sparet nicht noch Mühe“ ist der Titel, den Bertolt Brecht seinem Vorschlag für eine Deutsche Nationalhymne gab, die er gemeinsam mit Hanns Eisler ausgearbeitet hatte. Sie war unter dem Namen „Kinderhymne“ in der DDR bekannt. Mit den Worten „Anmut sparet nicht noch Mühe“ haben wir auch unser Programm zum 3. Oktober 2020 überschrieben. Es ist eine Aufforderung zur Mitmenschlichkeit und Solidarität, zur Suche nach den besseren Möglichkeiten, die in jedem von uns schlummern und eine Ermutigung zum Vertrauen darauf, dass wir viele Probleme gemeinsam und friedvoll lösen können. Deshalb gilt es, zu diesem Jubiläum einen Blick nach vorn zu wagen – mit Zuversicht.

Am Morgen des 3. Oktober gestaltet das Philharmonische Orchester unter Leitung seines Generalmusikdirektors Alexander Merzyn ein Festkonzert mit einem spannenden und grenzenlosen Programm, das den musikalischen Bogen von Charpentier über Beethoven und Brahms bis hin zu Ruth Zechlin spannt. Christoph Polster, der seit DDR-Zeiten als Pfarrer in kirchlichen und Umweltgruppen aktiv war und der sein gesellschaftliches Engagement bis heute leidenschaftlich weiter fortsetzt, wird das Konzert mit seinen Gedanken zu 30 Jahren Wiedervereinigung abrunden.

Ab 14.30 Uhr starten vier Spektakelparcours:

Es gibt dann in vielen Räumen des Theaters ein Wendespektakel, das unter dem Motto ECHOLOT 89 steht. Es wird sowohl ein Rückblick als auch ein Wiedersehen sein, birgt vielleicht aber auch wertvolle Einblicke für unsere Gegenwart. Auf der Probebühne, in der Kantine, im Keller unter der Hauptbühne und an anderen ungewöhnlichen und sonst nicht zugänglichen Orten, werden Schauspieler*innen, Sänger*innen und Tänzer*innen zu entdecken sein, die Stücke und Fragmente von Heiner Müller, Volker Braun, DJ Stalingrad, Christa Wolf, aber auch Lieder, Songs und Tanzeinlagen zeigen, die mit den Themen Wende, Vereinigung und Menschlichkeit zu tun haben. Hier wird es Nachdenkliches, Lustiges, Skurriles, Bekanntes und auch ganz Neues zu erleben geben. Mit einer Videoinstallation auf der Außenwand des Theaters mit live-Texten und Musik werden wir das Staatstheater zum Schillerplatz hin erweitern und öffnen und so den Tag abrunden.

Startzeiten der einzelnen Parcours: 14.30 Uhr | 15.40 Uhr | 16.50 Uhr | 18.00 Uhr

Darüber hinaus sehen Sie in den Foyers Filme, Dokumente, Zeitungsausschnitte und Fotos aus der Zeit zwischen dem 7. Oktober 1989 und dem 3. Oktober 1990.
Diese Ausstellung ist zusätzlich zu den Parcours von 13.30 bis 18.00 Uhr kostenfrei zugänglich.

Besetzung

Regie/Einrichtung Patric Seibert
Musikalische Einstudierung Andreas Simon
Choreografie Jason Sabrou
Ausstattung Hans-Holger Schmidt
Mitarbeit Birgit Mache, Tamina Alex
Assistenz Ludwig Obst
Schauspieler*innen Hendrik Arnst
Michael Becker
Barbara Dussler
Anna Krestel
Manfred Möck
Sänger*innen Carola Fischer Dirk Kleinke Nils Stäfe
Tänzer*innen Emily Downs Alyosa Forlini Stefan Kulhawec Simone Zannini

Hinweise

  • Dauer: ca. 70 Minuten pro Parcour
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