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Junges Staatstheater

Theater-Erlebnis-Pädagogik

Alle Workshops sind als Vor- oder Nachbereitung, als ganztägiger Workshop oder als Projekt in der Schule oder am Theater individuell planbar.

Stückbegleitende Workshops

Zu L´ORFEO im Musiktheater | ab 10. Klasse
Der Musiktheaterabend L´ORFEO ist eine musikalische Bearbeitung der Oper von Claudio Monteverdi. Michael Wilhelmi schreibt mit neuen Bildern und Texten aus der zeitgenössischen Literatur die Musik von 1607 in unsere Zeit fort. Dabei entstehen neue Zusammenhänge und Fragen, die im Workshop bearbeitet werden können.

Zu MIO, MEIN MIO im Schauspiel
Ein Workshop vor oder nach dem Theaterbesuch kann gern bei uns in der Theaterpädagogik angefragt werden.

Zu STRAW!NSKY im Ballett | ab 8. Klasse
Mit drei Choreografien zu „Petruschka“, „Le Sacre du Printemps“ und „Piano Rag Music + Tango“ ist STRAW!NSKY ein vielseitiger Abend, der unter anderem ins ländliche Russland und in die erwachende Natur führt. Die Musik Strawinskys und die choreografische Auseinandersetzung mit unterschiedlichen Themen und Geschichten sind interessante Ansätze für die Arbeit im Workshop.

Zu WIR im Schauspiel
Dieses extravagante und abenteuerliche Theaterstück wird von der Theaterpädagogik mit einem spielpraktischen Theaterworkshop zu den Themen „Bühnenbild aller Fundstücke, menschliche Maschinen und andere energiereiche Körperbewegungen” begleitet. Der Workshop findet bei uns im Theater ab 120 Minuten bis zu 3 Projekttagen statt.

Zu DAS WELTTIERPARLAMENT im Musiktheater | ab 3. Klasse
In dieser Inszenierung retten die Tiere die Welt, weil die Menschen es nicht hinbekommen – also jedenfalls versuchen sie es. Doch politisch aktiv zu werden kann eine ganz schöne Herausforderung sein, wenn alle so unterschiedlich sind. So muss die Eintagsfliege die Langsamkeit der Schildkröte aushalten und der Löwe der Gazelle zuhören. Ob das möglich ist?

O Zu dieser Inszenierung gibt es noch Platz für eine Projektklasse (3./4. Klasse).

Zu KNOCHEN im Schauspiel
Parallel zu diesem Stück, welches die Sinne und die Psyche gleichermaßen fordert, bietet die Theaterpädagogik einen Workshop-Tag mit dem Titel „Ich, du, wir -und andere Herausforderungen“ an, der entweder im Theater, bei Ihnen in der Schule oder im Menschenrechtszentrum in Cottbus stattfinden kann. Die stärksten Themen im Stück für Sie: Menschwerdung, Evolution, Gemeinschaft, Gewalt, Archetypen, Triebe, Vernunft, Verstand, der Mensch – das Mängelwesen, das soziale Wesen, Anthropologie.

Zu CARMEN im Musiktheater | ab 9. Klasse
Eine der bekanntesten Opern erzählt vom Konflikt um das Zusammentreffen von Personen, die die Liebe ganz unterschiedlich auffassen. Macht, Anziehung und Selbstbestimmung werden mit letzter Konsequenz verhandelt und bieten spannenden Stoff für eine Auseinandersetzung.

Zu UMKÄMPFTE ZONE im Schauspiel
Die Theaterpädagogik empfiehlt dieses sensible Theaterstück ab Klasse 10 und möchte dazu den Workshop Biografie ans Herz legen:

Gerade im Jugendalter oder in der Pubertät spielt die eigene Lebens- und Erfahrungswelt und die Auseinandersetzung mit der eigenen Identität, mit der eigenen Person, eine zentrale Rolle. Viele Fragen begleiten die Jugendlichen auf ihrem Lebensabschnitt. Wo komme ich her? Wer bin ich? Wo gehöre ich hin? Wozu sage ich „ja“ und wozu „nein“? Was sind meine kulturellen Wurzeln? Wie sieht für mich die Zukunft aus?

Mit der Theaterform „Biografisches Theater“ bekommen die Jugendlichen die Möglichkeit, ihre eigenen Geschichten, Erlebnisse, Erfahrungen und Themen in einer geschützten und anonymen Weise, mit der Hilfe von Verfremdung und theaterästhetischen Mitteln, auszudrücken. Das biografische Material bildet die Grundlage dessen, was gezeigt wird. Dabei findet bei den Jugendlichen meist eine hohe Identifikation mit der theatralen Arbeit statt, da das Material eben ihr eigenes ist und direkt aus ihrer realen Lebenswelt stammt. Dennoch ist diese Theaterform kein Vorführen oder zur Schau stellen, da das sensible Material ausreichend verfremdet und kreativ gestaltet wird. – „Biografisches Theater ist das (selbst-)bewusste Wahrnehmen, Gestalten und Inszenieren von erlebten und beobachteten Lebensereignissen, mit dem Ziel, ein ästhetisches Produkt auf die Bühne zubringen.“ (Maike Plath)

Zu DIE LUSTIGE WITWE im Musiktheater | ab 9. Klasse
Eine verhinderte Liebe, mitreißende Melodien und politische Satire haben diese Operette zeitlos beliebt gemacht. Jenseits der Unterhaltung reflektiert das Werk die eigene Gesellschaft und die Rolle des Geldes und bietet so auch interessante Ansatzpunkte für die Arbeit zum Beispiel im Geschichtsunterricht.

Zu ZORRO / WONDER WOMAN im Schauspiel
Wir laden Schüler*nnen ab Klassenstufe 10 herzlich zu einem Theaterworkshop bei uns im Theater einm um ihren eigenen Superhelden zu finden, zu entwickeln und zu entdecken. Welcher Held bist du? Wofür würdest du kämpfen? Was sind deine magischen Kräfte und geheimen Fähigkeiten? Entwickle in kleinen Gruppen witzige oder ernste Szenen, in denen dein Superheld zum Einsatz kommt und die Welt rettet.

Zu DER TEUFEL AUF ERDEN im Musiktheater | ab 10. Klasse
Ein Aufstand in der Hölle und die teuflischen Minister haben gerade Erdenurlaub und sind unauffindbar. Um den Aufstand niederzuschlagen müssen auf der Erde die Teufel gefunden werden, aber die sind gar nicht so leicht zu erkennen. Das Berliner Musiktheaterkollektiv glanz&krawall mischt die Operette von Franz von Suppé mit dem Roman „Der Meister und Margarita“ von Bulgakow zu einem ganz neuen Musiktheaterstück. Die Inszenierung spielt mit unkonventionellen Formen, wird politisch und hinterfragt auch den Theaterapparat selbst.

O Für diesen anregenden und unterhaltsamen Abend wird auch noch eine Projektklasse gesucht, die die Inszenierung im Entstehen begleitet.

Zu SOLARIS im Schauspiel
Imagine if… oder Stell dir vor! In diesem Workshop wollen wir uns gemeinsam in einem Bühnenexperiment auf ein Science-Fiction-Abenteuer an die Grenzen deiner Vorstellungskraft wagen. Wie sieht der Ort aus, an dem dein letzter Gedanke wohnt? Wie sehen die Tore zu deiner Phantasie aus? Kannst du dir etwas vorstellen, was du nicht kennst? Ein Mix aus aktuellen Erkenntnissen in Astronomie, Physik, Chemie, Biologie oder Umweltwissenschaften, gepaart mit euren Vorstellungswelten und ausgewählten Erzähltechniken aus der Schauspielkunst, wird einen eigenen Kosmos auf der Bühne entstehen lassen.

Zu SALOME im Musiktheater | ab 11. Klasse
Das Drama um die Prinzessin und Johannes den Täufer ist nicht nur musikalisch ein hochspannender Stoff für die Oberstufe. Abhängigkeiten, Missbrauch und Wahnsinn liegen in diesem Werk von Richard Strauss nah beieinander und lassen Spielraum für eigene Deutungen und Interpretationen.

 

Workshops zur Vor- und Nachbereitung eines Theaterbesuchs

Theater sehen
In 5 Stufen zur szenischen Interpretation – ein spielpraktisches Training, um die Fähigkeiten beim Zuschauen zu entwickeln. Die Schüler*innen erlernen in praktischen Übungen das „5-Stufen-Prinzip”: Wahrnehmen, Beobachten, Beschreiben, Deuten, Interpretieren. Stufe für Stufe folgen sie der „Kettenreaktion“ eines Theatererlebnisses. Sie gelangen von der Wahrnehmung über die Interpretation zum eigenen „künstlerischen Auge“.

Musik hören
In diesem Workshop begeben wir uns unabhängig von einer Inszenierung auf die Suche nach den Eindrücken, die Musik und Musiktheater in unseren Köpfen hinterlassen. Durch spielpraktische Übungen, eine intensive Beschäftigung mit Musik und ein praktisches Training unseres Hörvermögens und unserer Fähigkeit, Musik, Sprache, Spiel gleichzeitig wahrzunehmen, nähern wir uns der Gattung Musiktheater in ihrer ganzen Multimedialität an.

Spurensuche
Die Theatersprache kann eine durchaus unverständliche Fremdsprache sein. Mit ausgewählten Übungen werden die „Spuren“ einer Inszenierung unter die Lupe genommen. Bühnenbild, Requisiten, Text, Licht, Ton, Tanz, Kostüme, Video, Gesang, Musik – jede dieser „Spuren“ trägt zur Aufführung bei. Jede „Spur“ gründet auf einer ästhetischen Linie und erzählt so das jeweilige Stück, den „Stoff“, auf eine ganz eigene Art und Weise. Unsere Spurensuche kann bereits vor dem Theaterbesuch beginnen oder nach einer gesehenen Aufführung angesetzt werden. Die Schüler*innen probieren Variationen der künstlerischen Gestaltung aus und diskutieren Fragen zu Stil, Ausdruck und Wirkung. Sie setzen sich dabei ganz automatisch auch mit Themen unserer Gegenwart auseinander.

Erinnerungsprotokoll
Wie tauschen wir uns nach einer Aufführung miteinander aus, ohne bei „Hm, hat mir gefallen.“ oder „Ach, ich fand’s langweilig!“ stehen zu bleiben? Wie können wir das Erlebte miteinander teilen? Das „Erinnerungsprotokoll“ ist eine spielpraktische Form des klassischen Nachbereitungsgesprächs. Es besteht aus drei bis zwanzig oder mehr Einzelschritten, von denen jeder einzelne auf verschiedenen Ebenen der Kommunikation und Sozialformen zugreift: verbal und nonverbal, emotional und gedanklich, gestisch und mimisch, einzeln, zu zweit, in Klein- oder in der Großgruppe. Der Workshop unterstützt auf diese Weise die ganzheitliche Reflexion der Schüler*innen nach einem Theaterbesuch.

Ein Blick hinter die Kulissen
O Aufgrund der aktuellen Situation ist dieses Format leider im Moment nicht buchbar.

Schüler*innen jeden Alters erleben, was nötig ist, damit sich Abend für Abend im Theater der Vorhang heben kann. Es werden dabei das Große Haus mit seiner Architektur und die Räume für Publikum und Darsteller erkundet. Die jungen Leute begegnen Kolleg*innen aus Technik, Requisite, Licht und anderen Gewerken, soweit dies der Probebetrieb erlaubt, und erhalten Einblicke in die jeweiligen Berufsfelder am Theater. Die kleinen und großen Besucher können später selbst erste Schritte auf der Bühne setzten, erleben dabei ihre Bühnentaufe und probieren sich auf einer Probebühne als Darsteller*innen aus. Der Anlass dafür kann ein Stück aus dem Spielplan oder ein Thema aus dem Lehrplan sein. Ergänzt werden kann das Programm durch einen Besuch der Theaterwerkstätten an der Kammerbühne. Gern planen wir mit Ihnen den „Blick hinter die Kulissen“ entsprechend Ihrer Wünsche.


Weitere Workshops

Mut zum Schreiben
Viele junge Menschen behaupten heute von sich, nicht schreiben und erst recht nicht kreativ schreiben zu können. Dabei tun sie genau das ständig. Wir ergründen, wie das Schreiben im Zeitalter der digitalen Kommunikation aussieht. Wir probieren das Schreiben neu aus, sammeln Themen und Texte, welche sich dann in spannenden Darstellungsformen auf der Bühne wiederfinden.

Geeignet ist der Workshop ab Klassenstufe 5 und kann sich von mindestens 120 min bis zu 3 Projekttagen erstrecken. Thematisch und inhaltlich bezieht sich der Workshop entweder auf unseren Spielplan oder Ihren Lehrplan. Und er ist besonders geeignet für DS-Klassen oder Theater AGs, die vorhaben, ein eigenes Theaterstück zu entwickeln.

Mut zum Erzählen
Erzähl doch mal eine Geschichte. Und dann erzähle diese Geschichte auf einer Bühne. Das klingt leicht, aber ist es das wirklich? Wie erzähle ich eine Geschichte so, dass diese zu einem spannenden Erlebnis für den Zuhörer bzw. Zuschauer wird? Welche Techniken des Erzählens gibt es? Welche sinnlichen Möglichkeiten können auf der Bühne genutzt werden? Welche Geschichten erzählen wir uns heute, wie tun wir das und warum? In diesem „Schnellkurs“ zum Thema Erzähl-Theater wollen wir mit der Kraft des Erzählens neue Welten erschaffen.

Geeignet ist der Workshop ab Klassenstufe 5 und kann sich von mindenstens 120 min bis zu 3 Projekttagen erstrecken.

Mut zum Scheitern
Eine Person mit einer roten Nase im Gesicht tritt auf, stolpert über einen Teppich und fällt. Wir lachen, die Person steht wieder auf, stolpert erneut, fällt und steht wieder auf … In diesem Clowns-Workshop lachen wir über uns selbst. Wir sperren die Ernsthaftigkeit aus und machen uns Mut, die eigenen Schwächen als Chance zu begreifen. Dazu erforschen wir den Clown, der in uns steckt, auf dass er uns fortan als „Augenzwinkerer” und „Superheld“ zur Seite stehe.

Geeignet ist der Workshop ab Klassenstufe 5 und kann sich von mindestens 120 min bis zu 3 Projekttagen erstrecken.

Planspiel Inszenierung
O Aufgrund der aktuellen Lage im Moment nicht durchführbar.
Alternativ:

Klassenzimmertheater – eine Variation des Formats Planspiel Inszenierung für ihr Klassenzimmer in der Schule
Wie auch bei der Originalversion Planspiel Inszenierung soll der Probenprozess einer Theaterproduktion für die Teilnehmenden praktisch simuliert werden. Innerhalb von 90 oder 120 min erarbeitet die Klasse oder Gruppe ein Theaterstück mit performativem Charakter, das in jedes Klassenzimmer passt. Die Simulation ist in drei Teile gegliedert. In der ersten Phase agieren die Teilnehmer*nnen als individuelle Künstler, in der zweiten Phase als Duos oder Quartetts und in der dritten Phase schließlich als Ensemble.

In allen drei Phasen werden typische Bestandteile einer Produktion, wie Konzeptionsprobe, Arbeitsproben, Bauprobe, Ausstattungsprobe, Beleuchtungsprobe, Hauptprobe, Generalprobe und Premiere. Die entsprechenden Berufsgruppen werden dabei vorgestellt und erprobt und alles natürlich in einer rasenden Geschwindigkeit. Sind Sie bereit für diese nicht ganz alltägliche Probe in Ihrem Klassenzimmertheater?

Geeignet ist dieses Format ab Klassenstufe 5 und thematisch richten wir uns nach Ihrem Lehrplan und unserem Spielplan.

Projekt-Klassen
Kreative Übungen bringen den Schüler*innen Inszenierungen aus dem Spielplan nahe. In Auseinandersetzung mit einer ausgewählten Inszenierung gestalten Projekt-Klassen selbst aktiv parallel zu einer Theaterproduktion ihren eigenen künstlerischen Prozess, der in einer kleinen Performance endet. Der Umfang des Projekts richtet sich nach den jeweiligen Vorstellungen und Kapazitäten, um jeder Klasse einen individuellen Theatereinblick zu gewähren.

O Momentan werden Klassen gesucht für Projekte zu: DAS WELTTIERPARLAMENT (3./4. Klasse), DER TEUFEL AUF ERDEN (ab 10. Klasse) und SALOME (ab 11. Klasse).

Konzertklasse
Schüler*innen der weiterführenden Schulen (ab Klasse 5) haben die Möglichkeit, für ausgewählte Philharmonische Konzerte „Konzertklasse“ zu werden. Sie erhalten Einblicke in die Probenarbeit des Orchesters, sprechen mit dem Dirigenten oder der Dirigentin, werden von Musiker*innen in der Schule besucht und erhalten so einen exklusiven Zugang zu den Werken. Den Abschluss bildet ein gemeinsamer Besuch des Konzerts zu besonders günstigen Konditionen.

Anfragen bitte an s.platzer@staatstheater-cottbus.de

 

Alle Anmeldungen & Infos unter
theaterpaedagogik@staatstheater-cottbus.de

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