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Theater-Erlebnis-Pädagogik

Alle Workshops sind als Vor- oder Nachbereitung, als ganztägiger Workshop oder als Projekt in der Schule oder am Theater individuell planbar.
Als ersten Schritt ins Theater empfehlen wir den „Blick hinter die Kulissen“
(Angebot siehe unten).

 Produktionsbegleitende Workshops

Zu MIO, MEIN MIO im Schauspiel
Ein Workshop vor oder nach dem Theaterbesuch kann gern bei uns in der Theaterpädagogik angefragt werden.

Zu WIR im Schauspiel
Dieses extravagante und abenteuerliche Theaterstück wird von der Theaterpädagogik mit einem spielpraktischen Theaterworkshop zu den Themen „Bühnenbild aller Fundstücke, menschliche Maschinen und andere energiereiche Körperbewegungen” begleitet. Der Workshop findet bei uns im Theater ab 120 Minuten bis zu 3 Projekttagen statt.

Zu KNOCHEN im Schauspiel
Parallel zu diesem Stück, welches die Sinne und die Psyche gleichermaßen fordert, bietet die Theaterpädagogik einen Workshop-Tag mit dem Titel „Ich, du, wir -und andere Herausforderungen“ an, der entweder im Theater, bei Ihnen in der Schule oder im Menschenrechtszentrum in Cottbus stattfinden kann. Die stärksten Themen im Stück für Sie: Menschwerdung, Evolution, Gemeinschaft, Gewalt, Archetypen, Triebe, Vernunft, Verstand, der Mensch – das Mängelwesen, das soziale Wesen, Anthropologie.

Zu UMKÄMPFTE ZONE im Schauspiel
Die Theaterpädagogik empfiehlt dieses sensible Theaterstück ab Klasse 10 und möchte dazu den Workshop Biografie ans Herz legen:

Gerade im Jugendalter oder in der Pubertät spielt die eigene Lebens- und Erfahrungswelt und die Auseinandersetzung mit der eigenen Identität, mit der eigenen Person, eine zentrale Rolle. Viele Fragen begleiten die Jugendlichen auf ihrem Lebensabschnitt. Wo komme ich her? Wer bin ich? Wo gehöre ich hin? Wozu sage ich „ja“ und wozu „nein“? Was sind meine kulturellen Wurzeln? Wie sieht für mich die Zukunft aus?

Mit der Theaterform „Biografisches Theater“ bekommen die Jugendlichen die Möglichkeit, ihre eigenen Geschichten, Erlebnisse, Erfahrungen und Themen in einer geschützten und anonymen Weise, mit der Hilfe von Verfremdung und theaterästhetischen Mitteln, auszudrücken. Das biografische Material bildet die Grundlage dessen, was gezeigt wird. Dabei findet bei den Jugendlichen meist eine hohe Identifikation mit der theatralen Arbeit statt, da das Material eben ihr eigenes ist und direkt aus ihrer realen Lebenswelt stammt. Dennoch ist diese Theaterform kein Vorführen oder zur Schau stellen, da das sensible Material ausreichend verfremdet und kreativ gestaltet wird. – „Biografisches Theater ist das (selbst-)bewusste Wahrnehmen, Gestalten und Inszenieren von erlebten und beobachteten Lebensereignissen, mit dem Ziel, ein ästhetisches Produkt auf die Bühne zubringen.“ (Maike Plath)

Zu ZORRO / WONDER WOMAN im Schauspiel
Wir laden Schüler*nnen ab Klassenstufe 10 herzlich zu einem Theaterworkshop bei uns im Theater einm um ihren eigenen Superhelden zu finden, zu entwickeln und zu entdecken. Welcher Held bist du? Wofür würdest du kämpfen? Was sind deine magischen Kräfte und geheimen Fähigkeiten? Entwickle in kleinen Gruppen witzige oder ernste Szenen, in denen dein Superheld zum Einsatz kommt und die Welt rettet.

Zu SOLARIS im Schauspiel
Imagine if… oder Stell dir vor! In diesem Workshop wollen wir uns gemeinsam in einem Bühnenexperiment auf ein Science-Fiction-Abenteuer an die Grenzen deiner Vorstellungskraft wagen. Wie sieht der Ort aus, an dem dein letzter Gedanke wohnt? Wie sehen die Tore zu deiner Phantasie aus? Kannst du dir etwas vorstellen, was du nicht kennst? Ein Mix aus aktuellen Erkenntnissen in Astronomie, Physik, Chemie, Biologie oder Umweltwissenschaften, gepaart mit euren Vorstellungswelten und ausgewählten Erzähltechniken aus der Schauspielkunst, wird einen eigenen Kosmos auf der Bühne entstehen lassen.

 

Freie Stück- und Themenwahl

Mut zum Schreiben
Viele junge Menschen behaupten heute von sich, nicht schreiben und erst recht nicht kreativ schreiben zu können. Dabei tun sie genau das ständig. Wir ergründen, wie das Schreiben im Zeitalter der digitalen Kommunikation aussieht. Wir probieren das Schreiben neu aus, sammeln Themen und Texte, welche sich dann in spannenden Darstellungsformen auf der Bühne wiederfinden.

Geeignet ist der Workshop ab Klassenstufe 5 und kann sich von mindestens 120 min bis zu 3 Projekttagen erstrecken. Thematisch und inhaltlich bezieht sich der Workshop entweder auf unseren Spielplan oder Ihren Lehrplan. Und er ist besonders geeignet für DS-Klassen oder Theater AGs, die vorhaben, ein eigenes Theaterstück zu entwickeln.

Mut zum Erzählen
Erzähl doch mal eine Geschichte. Und dann erzähle diese Geschichte auf einer Bühne. Das klingt leicht, aber ist es das wirklich? Wie erzähle ich eine Geschichte so, dass diese zu einem spannenden Erlebnis für den Zuhörer bzw. Zuschauer wird? Welche Techniken des Erzählens gibt es? Welche sinnlichen Möglichkeiten können auf der Bühne genutzt werden? Welche Geschichten erzählen wir uns heute, wie tun wir das und warum? In diesem „Schnellkurs“ zum Thema Erzähl-Theater wollen wir mit der Kraft des Erzählens neue Welten erschaffen.

Geeignet ist der Workshop ab Klassenstufe 5 und kann sich von mindenstens 120 min bis zu 3 Projekttagen erstrecken.

Mut zum Scheitern
Eine Person mit einer roten Nase im Gesicht tritt auf, stolpert über einen Teppich und fällt. Wir lachen, die Person steht wieder auf, stolpert erneut, fällt und steht wieder auf … In diesem Clowns-Workshop lachen wir über uns selbst. Wir sperren die Ernsthaftigkeit aus und machen uns Mut, die eigenen Schwächen als Chance zu begreifen. Dazu erforschen wir den Clown, der in uns steckt, auf dass er uns fortan als „Augenzwinkerer” und „Superheld“ zur Seite stehe.

Geeignet ist der Workshop ab Klassenstufe 5 und kann sich von mindestens 120 min bis zu 3 Projekttagen erstrecken.

Planspiel Inszenierung
Aufgrund der aktuellen Lage im Moment nicht durchführbar. Alternativ:

Klassenzimmertheater – eine Variation des Formats Planspiel Inszenierung für ihr Klassenzimmer in der Schule
Wie auch bei der Originalversion Planspiel Inszenierung soll der Probenprozess einer Theaterproduktion für die Teilnehmenden praktisch simuliert werden. Innerhalb von 90 oder 120 min erarbeitet die Klasse oder Gruppe ein Theaterstück mit performativem Charakter, das in jedes Klassenzimmer passt. Die Simulation ist in drei Teile gegliedert. In der ersten Phase agieren die Teilnehmer*nnen als individuelle Künstler, in der zweiten Phase als Duos oder Quartetts und in der dritten Phase schließlich als Ensemble.

In allen drei Phasen werden typische Bestandteile einer Produktion, wie Konzeptionsprobe, Arbeitsproben, Bauprobe, Ausstattungsprobe, Beleuchtungsprobe, Hauptprobe, Generalprobe und Premiere. Die entsprechenden Berufsgruppen werden dabei vorgestellt und erprobt und alles natürlich in einer rasenden Geschwindigkeit. Sind Sie bereit für diese nicht ganz alltägliche Probe in Ihrem Klassenzimmertheater?

Geeignet ist dieses Format ab Klassenstufe 5 und thematisch richten wir uns nach Ihrem Lehrplan und unserem Spielplan.

Projekt-Klassen
Kreative Übungen bringen den Schüler*innen Inszenierungen aus dem Spielplan nahe. In Auseinandersetzung mit einer ausgewählten Inszenierung gestalten Projekt-Klassen selbst aktiv parallel zu einer Theaterproduktion ihren eigenen künstlerischen Prozess, der in einer kleinen Performance endet. Der Umfang des Projekts richtet sich nach den jeweiligen Vorstellungen und Kapazitäten, um jeder Klasse einen individuellen Theatereinblick zu gewähren.

Konzertklasse
Schüler*innen der weiterführenden Schulen (ab Klasse 5) haben die Möglichkeit, für ausgewählte Philharmonische Konzerte „Konzertklasse“ zu werden. Sie erhalten Einblicke in die Probenarbeit des Orchesters, sprechen mit dem Dirigenten oder der Dirigentin, werden von Musiker*innen in der Schule besucht und erhalten so einen exklusiven Zugang zu den Werken. Den Abschluss bildet ein gemeinsamer Besuch des Konzerts zu besonders günstigen Konditionen.

Anfragen bitte an s.platzer@staatstheater-cottbus.de

 

Workshops speziell zur Vor- und/oder Nachbereitung

Theater sehen
In 5 Stufen zur szenischen Interpretation – ein spielpraktisches Training, um die Fähigkeiten beim Zuschauen zu entwickeln. Die Schüler*innen erlernen in praktischen Übungen das „5-Stufen-Prinzip”: Wahrnehmen, Beobachten, Beschreiben, Deuten, Interpretieren. Stufe für Stufe folgen sie der „Kettenreaktion“ eines Theatererlebnisses. Sie gelangen von der Wahrnehmung über die Interpretation zum eigenen „künstlerischen Auge“.

Oper hören
In diesem Workshop zur Nachbereitung von Musiktheater-Besuchen begeben wir uns auf die Suche nach den Eindrücken, die Musik und Szene einer Aufführung in unseren Köpfen hinterlassen. Durch spielpraktische Übungen, eine intensive Beschäftigung mit Musik und ein praktisches Training unseres Hörvermögens und unserer Fähigkeit, Musik, Sprache, Spiel gleichzeitig wahrzunehmen, nähern wir uns der Gattung Oper in ihrer ganzen Multimedialität an.

Spurensuche
Die Theatersprache kann eine durchaus unverständliche Fremdsprache sein. Mit ausgewählten Übungen werden die „Spuren“ einer Inszenierung unter die Lupe genommen. Bühnenbild, Requisiten, Text, Licht, Ton, Tanz, Kostüme, Video, Gesang, Musik – jede dieser „Spuren“ trägt zur Aufführung bei. Jede „Spur“ gründet auf einer ästhetischen Linie und erzählt so das jeweilige Stück, den „Stoff“, auf eine ganz eigene Art und Weise. Unsere Spurensuche kann bereits vor dem Theaterbesuch beginnen oder nach einer gesehenen Aufführung angesetzt werden. Die Schüler*innen probieren Variationen der künstlerischen Gestaltung aus und diskutieren Fragen zu Stil, Ausdruck und Wirkung. Sie setzen sich dabei ganz automatisch auch mit Themen unserer Gegenwart auseinander.

Erinnerungsprotokoll
Wie tauschen wir uns nach einer Aufführung miteinander aus, ohne bei „Hm, hat mir gefallen.“ oder „Ach, ich fand’s langweilig!“ stehen zu bleiben? Wie können wir das Erlebte miteinander teilen? Das „Erinnerungsprotokoll“ ist eine spielpraktische Form des klassischen Nachbereitungsgesprächs. Es besteht aus drei bis zwanzig oder mehr Einzelschritten, von denen jeder einzelne auf verschiedenen Ebenen der Kommunikation und Sozialformen zugreift: verbal und nonverbal, emotional und gedanklich, gestisch und mimisch, einzeln, zu zweit, in Klein- oder in der Großgruppe. Der Workshop unterstützt auf diese Weise die ganzheitliche Reflexion der Schüler*innen nach einem Theaterbesuch.

Ein Blick hinter die Kulissen
Schüler*innen jeden Alters erleben, was nötig ist, damit sich Abend für Abend im Theater der Vorhang heben kann. Es werden dabei das Große Haus mit seiner Architektur und die Räume für Publikum und Darsteller erkundet. Die jungen Leute begegnen Kolleg*innen aus Technik, Requisite, Licht und anderen Gewerken, soweit dies der Probebetrieb erlaubt, und erhalten Einblicke in die jeweiligen Berufsfelder am Theater. Die kleinen und großen Besucher können später selbst erste Schritte auf der Bühne setzten, erleben dabei ihre Bühnentaufe und probieren sich auf einer Probebühne als Darsteller*innen aus. Der Anlass dafür kann ein Stück aus dem Spielplan oder ein Thema aus dem Lehrplan sein. Ergänzt werden kann das Programm durch einen Besuch der Theaterwerkstätten an der Kammerbühne. Gern planen wir mit Ihnen den „Blick hinter die Kulissen“ entsprechend Ihrer Wünsche.

Alle Anmeldungen & Infos unter
theaterpaedagogik@staatstheater-cottbus.de

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