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Schauspiel

Kairos

Nach dem Roman von Jenny Erpenbeck in einer Fassung von Armin Petras

Uraufführung

Kairos, in der griechischen Mythologie als der „Gott des richtigen Augenblicks“ verehrt, gibt diesem Roman seinen Titel.

Hans und Katharina: Er ein verheirateter Schriftsteller Mitte 50, der mit Heiner Müller und Christa Wolf zu Abend isst, sie eine 19-Jährige, die sich gerade zur Schriftsetzerin ausbilden lässt, treffen sich an einem regnerischen Tag im Bus. Beide verlieben sich sofort ineinander, es beginnt eine leidenschaftliche Liebesgeschichte. Sie entdecken einander und sich im Gegenüber, das Ostberlin der 80er-Jahre, eine Welt voller Kunst, Theater und Musik. Dabei begleiten die beiden Fragen nach Liebe, Verbundenheit und Vertrauen. Im Moment der Liebe beginnt schon ihr Vergehen. Als Hans erfährt, dass Katharina ihn betrogen hat, macht er die Beziehung zum Spielfeld seiner männlichen Macht. Katharina findet sich in einer Atmosphäre von Angst, Zweifeln und Schuld wieder. In einer lang andauernden Befragungsaktion versucht Hans eine Wahrheit zu finden, die es nicht gibt, während Katharina immer größere Schuld empfindet, die sie in der Beziehung hält, obwohl die Liebe zu Hans sie längst verlassen hat.

In immer selbstzerstörerischen Beziehungskonstrukten löst sich nicht nur langsam die Liebe auf, parallel löst sich auch ein Staat auf. Der überzeugte Sozialist Hans empfindet im langsamen Verlust seiner politischen wie künstlerischen Heimat auch den Verlust seiner selbst.

PREMIERE 01. Apr. 2023 O Kammerbühne

Präsentiert von

 

Besetzung

Regie Fania Sorel
Bühne Ann-Christine Müller
Kostüm Mayan Frank
Dramaturgie Franziska Benack
Regieassistenz Elisa Freigang
Katharina 1 Sigrun Fischer
Katharina 2 Nathalie Schörken
Hans Kai Börner

Hinweise

  • Dauer: ca. 1.40 Std.
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