Sie kennen die Geschichte. Aber wurde sie Ihnen jemals von Schauspiel, Musiktheater, Ballett und Konzert zugleich erzählt?
Zur Eröffnung der Spielzeit kooperieren die vier Sparten des Staatstheaters, um gemeinsam die berühmte Geschichte von Romeo und Julia auf die Bühne zu bringen, jede Kunstform in ihrer eigenen Sprache. Diese künstlerische Vielfalt macht etwas mit dem Stoff. Plötzlich wirkt ein Konflikt ganz anders, weil er nicht gesprochen, sondern getanzt wird und eine Szene erscheint in einem neuen Licht, weil das Orchester einsetzt, wo die Sprache schweigt.
Regisseur und Bühnenbildner Philipp Grigorian dreht den vertrauten Blick auf den Mythos um. Nicht die Liebe steht am Anfang, sondern der Hass und damit jene gesellschaftliche Ordnung, die Romeo und Julia umstellt, bevor sie auch nur ein Wort miteinander gewechselt haben. Schließlich verlöre selbst die berühmte Balkonszene ihre Spannung, wenn die mordlustigen Verwandten nicht im Dunkeln lauern würden. Hass und Liebe entzünden einander und das eine ist ohne das andere nicht zu haben.
Tauchen Sie mit uns in die Gedankenwelt ein, die sich hinter dieser aufregenden spartenübergreifenden Produktion verbirgt. Warum erzählt Grigorian die Geschichte vom Hass her? Was passiert, wenn vier Kunstsprachen gleichzeitig an einem Stoff arbeiten? Und wie entsteht ein Abend, an dem dasselbe Paar gesprochen, gesungen und getanzt auf der Bühne erscheint?
An diesem Sonntagvormittag wird es spannende Einblicke in die Produktion während der aufregenden Tage vor der Premiere geben. Beteiligte Künstler*innen sprechen mit den produktionsbegleitenden Dramaturginnen über Konzept, Probenalltag und die Reize eines Abends, der die Grenzen zwischen den Sparten bewusst verschiebt.
Besetzung
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MITOlga Fedyanina, Leonora Mense, und Gästen