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Premiere07. November 2026
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SparteSchauspiel
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Spielstätte
Niemand ist sicher in der Grafschaft Nottingham. König John fordert immer mehr Steuern von den Ärmsten der Armen, während sein eigener Geldspeicher überquillt. Wie gut, dass sich in den Wäldern von Sherwood eine Bande bildet, um gegen den König und seine Handlanger vorzugehen. Unter ihnen ist Robin Hood, Rächer der Enterbten, Beschützer von Witwen und Waisen. Mit seinen Weggefährten Little John, Bruder Tuck, Scarlet Will und Maid Marian, der furchtlosen Tochter des Königs, kämpft er für ein gerechteres Nottingham – mutig, gewitzt und natürlich mit Pfeil und Bogen.
Ein „lebendiges, humorvolles und zeitgemäßes Weihnachtsmärchen" (Martin Rieß, Volksstimme) der Regisseurin Paulina Neukampf, die von 2020 – 2024 die Kinder- und Jugendtheatersparte am Theater Paderborn leitete und seit 2024 als freie Regisseurin tätig ist.
Die Inszenierung hatte 2025 am Theater Magdeburg Premiere und wird gemeinsam mit dem Cottbuser Ensemble für das Staatstheater Cottbus adaptiert.
Präsentiert von
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Hörschleife vorhanden
Sie können induktiv über die Telefonspule Ihrer Hörgeräte hören. -
Für Rollstühle geeignet
Wir bitten dennoch um Anmeldung per E-Mail oder unter 0355 7824 242.
„Mit vereinter Kraft“
Song von Bene Becker zu ROBIN HOOD
aufgenommen mit dem Ensemble
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Endsong aus ROBIN HOOD Komposition: Bene Becker
Der Liedtext zum Mitsingen
Weiteres Material rund um ROBIN HOOD
Das Interview von dem stückbegleitenden Dramatrugen Johannes Lange mit der Regisseurin Paulina Neukampf
JOHANNES LANGE: Du hast vier Jahre lang das Kinder- und Jugendtheater JOTT in Paderborn geleitet, arbeitest aber auch mit Erwachsenenensembles wie dem Deutschen Schauspielhaus Hamburg. Was zieht dich immer wieder zum jungen Publikum?
PAULINA NEUKAMPF: Kinder und Jugendliche schauen anders zu. Sie glauben einer Geschichte nicht automatisch, sie prüfen sie und wenn sie sie annehmen, dann ganz. Diese Ehrlichkeit im Zuschauen fordert mich als Regisseurin heraus, nichts zu behaupten, was ich nicht auch einlöse. Die Fragen, die mich wirklich interessieren, sind: Was ist gerecht, wem gehört was, wie viel Mut braucht Veränderung? Sie stelle ich am liebsten
dort, wo sie noch nicht abgeklärt beantwortet sind. Das ist beim jungen Publikum der Fall.
JOHANNES LANGE: ROBIN HOOD ist 2025 am Theater Magdeburg entstanden. Bühne, Kostüm, Konzept kommen von dort. Jetzt bringt ein neues Ensemble in Cottbus diese Formen zum Leben. Was passiert dabei und was bedeutet das für deine Arbeit als Regisseurin?
PAULINA NEUKAMPF: Eine Inszenierung ist ja kein Objekt, das man einfach umzieht, sondern eine Partitur, die neu gespielt werden muss. Die Form, Bühne, Kostüm und die Grundidee geben natürlich einen Rahmen vor. Aber die Cottbuser Schauspieler:innen füllen ihn mit ihrer eigenen Körperlichkeit, ihrem eigenen Timing, ihren eigenen Fragen an die Rolle. Meine Aufgabe als Regisseurin verschiebt sich dabei: Ich bin nicht mehr die, die etwas erfindet, sondern die, die genau hinhört, was ein neues Ensemble aus einer bestehenden Form macht und wo es sich die Form zu eigen macht, statt sie nur zu kopieren.
JOHANNES LANGE: ROBIN HOOD stiehlt von den Reichen und gibt es den Armen. Ein Versprechen, das seit dem Mittelalter trägt. Was macht diese Geschichte gerade jetzt besonders dringlich?
PAULINA NEUKAMPF: ROBIN HOOD ist im Kern eine Umverteilungsgeschichte, und die Frage, wer hat und wer nicht hat, ist gerade sehr gegenwärtig – für Kinder genauso wie für Erwachsene, auch wenn sie sie anders erleben. Was mich an dem Stoff reizt, ist, dass er keine einfache Lösung anbietet, sondern eine Geste: nimm, was zu viel ist, gib es dahin, wo es fehlt. Das ist utopisch und trotzdem konkret genug, dass Kinder sofort verstehen, worum es geht.
JOHANNES LANGE: Nach der Vorstellung können Kinder bei der Aktion „Ein Baum stärkt den anderen“ aufschreiben, was sie mit der Beute von ROBIN HOOD machen würden und einen Zettel an einen Baum hängen. Was würdest du aufschreiben?
PAULINA NEUKAMPF: Ich glaube, ich würde ehrlich mit mir selbst sein: Ich habe alles, was ich für mein Leben brauche. Also würde ich das Geld nicht für mich behalten, sondern einem Kinderheim geben. Und wenn es wirklich viel wäre, ROBIN HOODs Beute kann ja großzügig ausfallen, würde ich groß träumen: ein riesiges Haus auf einer Insel kaufen, dort, wo die Sonne immer scheint, ganz nah am Strand. Und dieses Haus würde dann all den Kindern und Jugendlichen gehören, die sonst nie Urlaub machen können. Sie könnten einfach kommen, umsonst, immer wieder. Das ist für mich die eigentliche Robin-
Hood-Fantasie: nicht nur etwas wegnehmen und weitergeben, sondern einen Ort schaffen,
an dem alle willkommen sind, die sonst nirgends hinkönnen.
JOHANNES LANGE: Du hast Butoh-Tanz studiert, eine Kunstform, die aus Erschütterung entstand. Und du hast viel mit jungen Menschen gearbeitet, die wenig haben oder nirgends ankommen. Gibt es da einen Zusammenhang in deiner Arbeit?
PAULINA NEUKAMPF: Ja, den gibt es, glaube ich. Butoh ist aus dem Bedürfnis entstanden, dass das, was wir nicht in Worte fassen können, trotzdem sichtbar zu machen. Das hat mich geprägt: das Vertrauen, dass ein Körper, auch ohne große Sprache, etwas ausdrücken kann, das gehört und ernst genommen wird. Bei jungen Menschen, die
wenig haben oder nirgends ankommen, erlebe ich oft genau das – ihnen fehlt nicht der Ausdruck, sondern ein Raum, der ihn zulässt. Theater kann so ein Raum sein.
Besetzung
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Regie
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Bühne/Kostüm
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Musik
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Musikalische Leitung
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Dramaturgie
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RegieassistenzElisa Freigang / Julia Daniczek
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InspizienzJana Marek
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SoufflageAndrea Hauff
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Robin Hood
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Lady Marian
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Sheriff von Nottingham
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Scarlett Will / Amme
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Mathilde / Little John
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Vater / König John / Bruder Tuck